Die Gastgeber sind mit vier Siegen und zuletzt einer Niederlage bei den immer stärker werdenden Mainzern in die Saison gestartet und werden als einer der Titelanwärter gehandelt. Markus Weiß, der Trainer des SV Fellbach, sah vor der Saison die Oshino Volleys Eltmann in der Favoritenrolle, versprach aber heftige Gegenwehr. "Wir wollen das Meisterschaftsrennen so lange wie möglich offen halten und der Truppe ein Bein stellen." Das Heimspiel gegen die Jungs von der Saale bewerben sie mit dem Slogan "Auf der Jagd nach der Tabellenspitze". Das Team wurde letzte Saison Meister, verzichtete aber aus organisatorischen und finanziellen Gründen auf den Aufstieg. Derzeit befindet man sich im Vorlizenzierungsverfahren zur 1. Bundesliga und würde den Schritt bei entsprechendem Erfolg in dieser Saison wagen.

Hammelburgs Trainer Tado Karlovic erwartet eine "dynamische Mannschaft, die vor allem im Angriff eine große Schlagkraft hat". Zudem weiß der Coach um die Gefährlichkeit der Fellbacher Sprungaufschläge. "Wir wollen versuchen, über unser gutes Abwehrverhalten Druck zu machen und fahren nach dem Sieg gegen Freiburg mit breitem Kreuz nach Fellbach. Fellbach will Meister werden, Fellbach hat den Druck. Wir wollen schon gerne ein Pünktchen entführen".

Das Team der Schwaben besteht aus vielen guten Beach-Volleyballern, die teilweise auf internationalen Turnieren vertreten sind. So zum Beispiel die beiden Außenangreifer Tim Holler und Yannik Harms, die derzeit auch ein Beachvolleyball-Duo bilden. Der 22-jährige Harms spielte 2014 beim Erstligisten Chemie Volley Mitteldeutschland. Zudem verstärkte man sich vor der Saison mit dem 2,03 Meter großen Kanadier Chris Howe. "Fellbach nennt sich das rote Rudel. Wenn wir mit Dschungeltieren umgehen können, dann haben wir auch vor einem wilden Rudel nicht allzu große Ehrfurcht", meint Pressesprecher Olly Wendt in Anspielung auf den letzten Gegner Freiburg augenzwinkernd.

Sorgen bereitet Tado Karlovic sein Zuspieler Aldin Dzafic, der sich im Spiel gegen Freiburg eine Prellung des Handgelenks zugezogen hat. Dzafic ist zwar guter Dinge, doch sein Trainer will erst nach dem Abschlusstraining endgültig über den Einsatz entscheiden. Für den Fall einer Zwangspause würde Olli Möller als Steller einspringen.