Mit Leidenschaft sollen die Schweinfurter (17./5 Punkte) dem spielerisch sicher überlegenen FV Illertissen (11./8) den Zahn ziehen. Und damit den Abwärtstrend stoppen und die Kehrtwende einleiten. Grundvoraussetzung, so Klaus, sei aber, die Fehlerquote deutlich zu minimieren: "Normalerweise haben wir in der Videoanalyse so 20 Szenen, über die wir reden müssen. Im Amberg-Spiel waren es 38."

Dass die 05-Elf vom Selbstvertrauen lebt, ist vor dem Heimspiel Fluch und Segen in gleichem Maß. Einerseits ist es nach den letzten Auftritten, die nicht alle so schlecht waren, wie es die Ergebnisse dokumentiert haben, ramponiert. Andererseits können kleine Erfolgserlebnisse in der Anfangsphase einer Partie schon reichen, dass sich die Mannschaft aufputscht und zu ihrer Linie findet. Ist letzteres der Fall, könnte das den Gästen ähnlich schlecht bekommen, wie auf der Zielgeraden der letzten Runde, als der FC 05 mit 3:1 gewann. Da ging's für die Illertissener um nichts mehr, "die werden 10 bis 15 Prozent mehr aufbieten", so Klaus, "aber denen geht grundsätzlich die Geilheit ab, Spiele unbedingt gewinnen zu wollen."

Von der Qualität her sei der FVI jedoch mindestens so stark wie Regensburg oder die Bayern-Amateure. Deswegen fordert Klaus Geduld von seinen Spielern, aber auch von den Fans. "Es muss so laufen, dass die Spieler nicht sagen 'geiles Spiel', sondern 'geile Punkte'."

Personell bleiben zwei Baustellen. In der Innenverteidigung fallen Rot-gesperrt Manuel Müller und Johannes
Bechmann aus. Neben Marco Janz rückt in die Viererkette Andreas Bauer, der wieder fit ist. Davor dürfte Florian Wenninger nach abgesessener Gelb-Sperre wieder auf der Doppelsechs spielen neben Kevin Fery. Links erhofft sich der Coach vom zuletzt formschwachen Steffen Krautschneider eine Trotzreaktion, rechts soll eine defensive Variante greifen; Kandidaten sind Christopher Kracun oder Daniel Mache. Daniel Diroll, in Amberg noch auf dem rechten Flügel, wird ins Sturmzentrum beordert.