Eigentlich wollte der Fußball-Bayernligist TSV Großbardorf am vergangenen Freitag beim Landesligisten 1. FC Geesdorf ein weiteres Testspiel in Vorbereitung auf die geplante Wiederaufnahme des Spielbetriebs im September absolvieren. Wenige Stunden vor Spielbeginn wurde die Begegnung aber abgesetzt, stattdessen testeten die Geesdorfer kurzfristig gegen den VfL Volkach. Schnell kamen Gerüchte auf, dass ein Corona-Fall innerhalb der Großbardorfer Mannschaft zu der Absage des Vorbereitungsspiels in Geesdorf geführt hat. Wie die Großbardorfer in einer Pressemitteilung nun bekannt geben, gab es am vergangenen Freitag tatsächlich einen Corona-Verdachtsfall im Umfeld der Bayernliga-Mannschaft. Dieser hat sich letztlich allerdings nicht bestätigt.

"Unser Corona-Fahrplan hat sofort gegriffen und wir haben alle entsprechenden Maßnahmen eingeleitet. Das Spiel in Geesdorf wurde abgesagt und auch der Trainingsbetrieb vorübergehend eingestellt. In enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern wurden alle potentiellen Kontaktpersonen gemeldet und vorsorglich in Quarantäne geschickt. Am Samstag wurden dann nach telefonischer Abstimmung alle potentiellen Kontaktpersonen vom Gesundheitsamt befragt und für Montag zum Test eingeteilt bzw. auch freiwillige Tests terminiert", heißt es in der Mitteilung der Grabfeld-Gallier.

Am Dienstagabend kam dann Entwarnung. Der potentielle Fall wurde genauso negativ getestet, wie alle weiteren Kontaktpersonen. "Nach Abstimmung mit dem Amtsarzt ist keine Einschränkung mehr vonnöten und wir können ganz normal wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen. Die Zusammenarbeit mit den örtlich zuständigen Gesundheitsämtern war hervorragend. Unser vor einigen Wochen bereits erarbeitetes Hygienekonzept hat genauso gegriffen, wie die Planung bzw. Vorgehensweise bei Auftreten eines potentiellen Falls", teilen die Großbardorfer mit.

Nun geht der Blick der Gallier nach vorne. "Wir hoffen jetzt, dass die Regierung endlich auch Punktspiele freigibt und analog zum Kultur- bzw. Feierbetrieb auch Zuschauer genehmigt. Wir Vereine tragen einen nicht unerheblichen Teil zum gesellschaftlichen Leben teil. Diesen muss nun analog zu anderen die Möglichkeit gegeben werden, zu überleben. Hoffen wir auf ein Einsehen, dass auch wir in der Lage sind, verantwortungsvoll mit Corona umzugehen", heißt es abschließend. Florian Karlein