Auf dem Kohlenberg liegt aus Sicht der "Füchse" ein Fluch. Im vierten Heimspiel hintereinander verpassten die Schützlinge von Marius Kubo einen "Dreier", was nicht nur einen enttäuschten Trainer nach dem Schlusspfiff in die Kabine schlürfen ließ. Der angekündigte Gang der Heim-Elf in die Gäste-Kabine hatte doch nicht stattgefunden. Ein Fehler?

Routiniers schaffen Übergewicht


Der FC-Coach ärgerte sich bereits nach vier Minuten über einen vergebenen Hochkaräter, als Andy Ermisch nach Kopfballvorlage von Marcel Plehn frei vor dem gegnerischen Kasten auftauchte, die Kugel aber an demselben vorbeispitzelte. Die Gäste, die mit den Routiniers David Thomas, Martin Schendzielorz und Oliver Kröner im Mittelfeld ein Übergewicht besaßen, gingen nach einer Viertelstunde in Führung, die FC-Deckung sah dabei ein erstes Mal schlecht aus. Nach Kröner- Ecke schoss Raphael Rogers unbedrängt aus der Drehung ein. Nachdem Ermisch ein Missverständnis in der Gäste-Deckung nicht nutzen konnte, schaffte Patrick Stöth nach Foul von Keeper Jens Dotzel an Christoph Mützel per Strafstoß den Ausgleich.
Doch nach einer halben Stunde geriet die Heimelf wieder in Rückstand, der starke Rogers vernaschte die FC-Innenverteidiger und legte für den Torschützen Bezhan Herawi perfekt auf. Vor dem Seitenwechsel verhinderte Marc Rösler mit Parade gegen Veton Munishi das mögliche 1:3. Dieses fiel gleich nach Wiederanpfiff, "weil wir da schon mit einem Ausball gerechnet hatten, als Robert Schendzielorz doch noch seine Flanke an Rogers anbrachte", sagte Kubo. Das 1:4 geht auf die Kappe von Rösler, der die Kugel gegen den anstürmenden Rogers unverständlicherweise Weise passieren ließ, Rogers schob dann ins leere Tor ein. "Wir haben zwar gegen Güntersleben ein 1:3 aufgeholt, doch Euerbach ist ein anderes Kaliber", wusste Kubo. Und das, obwohl der Aufsteiger erneut auf seinen Torjäger Daniel May verzichten musste. "Am Mittwoch laufe ich gegen Gochsheim mit Gesichtsmaske aber auf", kündigte May an

Den Assistenten beleidigt?


Die Gastgeber versuchten sich mit frischen Kräften am Ausgleich, doch Zählbares sprang nicht heraus. Ein Standard, ein Eckball von Nikolai Wolf wurde von Marcel Plehn auf den Fuß von Patrick Stöth verlängert, führte zwar zum 2:4, doch die Gäste ließen nichts mehr anbrennen. Für Aufregung sorgte die Rote Karte für Andreas Ermisch, er soll den Schiedsrichterassistenten beleidigt haben.

Torfolge 0:1 Raphael Rogers (17.), 1:1 Patrick Stöth (Foulelfmeter/25.), 1:2 Bezhan Herawi (30.), 1:3/1:4 Raphael Rogers (48./51.), 2:4 Patrick Stöth (68.).

Rote Karte Andreas Ermisch (Fuchsstadt/85.).

Fuchsstadt Rösler - Ermisch, Thurn, P. Stöth, T. Stöth - Heinlein (46. Bolz), Wolf, Plehn, Wahler B, ((50. Baldauf) - Feser, Ch. Mützel (63. Bayer).

Euerbach Dotzel - Schirmer (66. Akban), Baumgart, Kröner, Zirkel (55. Ak) - Munishi (83. Arnold), M. Schendzielorz, Thomas, Herawi - R. Rogers, R. Schendzielorz.

Zuschauer 150.

SV Riedenberg - TSV Bad Königshofen 2:0 (1:0) - Torfolge: 1:0 Simon Hergenröder (16.), 2:0 Daniel Dorn (53.).

Der Aufsteiger setzt seinen Lauf fort. Der bisherige Tabellenzweite fand gegen die auch ohne Thomas Vorndran gut gestaffelte SV-Deckung einfach kein Mittel, um wenigstens einen Punkt zu ergattern. Beide Parteien schlugen vom Anpfiff weg ein hohes Tempo an, es entwickelte sich ein prima Bezirksliga-Match. Den Führungstreffer der Grün-Weißen fädelte Außenverteidiger Max Schultheiß ein. Der fing einen TSV-Pass im Mittelfeld ab, schickte sofort Simon Hergenröder steil, der nicht lange fackelte. Der Vorsprung war natürlich Wasser auf der Mühle der "Störche", die nun ihr geliebtes Konterspiel aufzogen. In einer solchen Situation scheiterte zunächst Felix Dorn an Keeper Felix Häpp, den Nachschuss setzte Daniel Dorn über den Kasten. Häpp zeigte kurz vor dem Pausentee nochmals sein Können, als er einen Scharfschuss von Markus Rüttiger entschärfte. Die Kurstädter kamen zwar mit frischem Wind aus der Kabine, doch erlitten sie mit dem zweiten SV-Treffer einen herben Rückschlag. Nach einer Flanke von Dominik Fröhlich landete ein misslungener Befreiungsschlag auf dem Schlappen von Daniel Dorn, der die Kugel vom Strafraumeck aus mit Schrägschuss in den Winkel setzte. Die Gastgeber verwalteten danach den Vorsprung, doch mehr als ein gefährlicher Schuss der Gäste von Patrick Kuhn, den Florian Dorn abwehrte, sprang bei ihren Angriffsbemühungen nicht heraus.
Riedenberg: F. Dorn - Büchner, Schaab, Schuhmann, Schultheiß - Fe. Dorn (60. Seuring), Carton, Fröhlich, S. Hergenröder (75. Gerstner) - Rüttiger (80. Ch. Hergenröder), D. Dorn.

SV Garitz - TSV Forst 3:0 (3:0) - Torfolge: 1:0/2:0 Bastian Schober (Foulelfmeter, 7./30.), 3:0 Stefan Glöckler (36.) - Rote Karte: Arthur Gerlinger (Garitz/43.).

"Von Forst war ich enttäuscht", berichtete SV-Informant Johannes Werner, der im ersten Durchgang eine einseitige Partie erlebte, in der die Gastgeber auch die frühe Vorentscheidung schafften. Bereits nach sieben Minuten wuchtete Bastian Schober in Vertretung des etatmäßigen Schützen Johannes Schloßbauer, der wegen Bänderdehnung ausfiel, vom Kreidepunkt aus ein. Zuvor war der beste SVler, Außenverteidiger Stefan Glöckler, im Sechzehner zu Fall gebracht worden. Die Haßbergler sahen sich danach der Kombinationsmaschinerie der Platzherren ausgesetzt. Nach einem Alleingang von Glöckler aus der eigenen Hälfte heraus bediente dieser Schober, der mit einem Heber TSV-Keeper Alexander Osmanovic keine Abwehrchance ließ. "Zwei Minuten zuvor hatten wir allerdings Glück, dass unser Torhüter Alexander Werner einen Kopfball von Forsts Spielertrainer Marco Forner aus dem Winkel fischte und mit unglaublicher Reaktion auch den Nachschuss von Emra Haliloglu abwehrte", wusste Werner. Als sich Stefan Glöckler einen Steilpass von Marcel Rudolph erlief und den Ball ins lange Eck setzte, war die Messe schon gelesen. Nach der Pause machten die Hausherren trotz Unterzahl, Arthur Gerlinger sah wegen Spielerbeleidigung den Roten Karton, da weiter, wo sie aufhörten, ein vierter Treffer wollte aber nicht gelingen. Die besseren Chancen hatten die Gäste, doch weder Johannes Krauß (48.) noch Roman Glöckner (71.) vermochten den Ehrentreffer zu erzielen. "Es war ein verdienter Sieg, der gezeigt hat, wozu wir in der Lage wären", wenn wir immer so konzentriert spielen würden" (Werner).
Garitz: Werner - Gerlinger, Krieter, Mützel, Glöckler - S. Cazzella, An. Sadowski (80. Ozorio), Knauer (69. S. Voll), M. Niebling - Schober (60. Flassig), Rudolph.

SV Rödelmaier - SV Obererthal 2:0 (2:0) - Torfolge: 1:0/2:0 Julius Müller (21./26.).

In Rödelmaier machte SV-Sturmspitze Julius Müller den Unterschied aus, der sich im Gegensatz zu den Rot-Weißen im Sechzehner als abgezockter Torjäger präsentierte. "Die Gäste hatten nämlich nach der Pause genügend Torchancen, doch weder Fabian Böhm (63.), Benny Brust (70.) noch Andy Graup (76.) hatten das Schussglück auf ihrer Seite", stellte Rödelmaiers Pressesprecher Mike Seidler dem Schlusslicht ein insgesamt gutes Zeugnis aus. Doch der Sieger verkraftete seine personellen Probleme letztlich besser, wobei laut Seidler das Match auf keinem hohen Niveau stand. Für den SV Obererthal rückt der Klassenerhalt damit in immer weitere Ferne.
Obererthal : Leiber - L. Heid - Wolf (76. D. Böhm), F. Hofbauer, Marcel Schmitt - J. Rüth, J. Schmitt, F. Böhm(85. F. Heid), Weidinger (46. A. Schmitt) - B. Brust, A. Graup .

TSV Mühlhausen/Schraudenbach - TSV Münnerstadt 1:1 (0:0) - Torfolge: 0:1 Simon Snaschel (58.), 1:1 Jens Rumpel (Foulelfmeter/62.) - Rote Karte: Christoph Krell (Münnerstadt/87.) - Gelb-rote Karten: Denny Mangold (62.), Johannes Kanz (89./beide Münnerstadt).

Mit Elmar Drenkard als neuem Trainer boten die Gastgeber eine starke Leistung gegen spielerisch enttäuschende Münnerstädter, die früh Glück hatten bei den Mühlhäuser Hochkarätern von Johannes Neubert und Michael Hart. Münnerstadt fand offensiv erst nach dem Wechsel statt mit der Gelegenheit für Dominik Fiedler, der freistehend vor Torhüter Christian Koos vergab. Um wenig später für Simon Snaschel aufzulegen, der zur Gästeführung traf. Doch vier Minuten später jubelten die einheimischen Fans, der von Denny Mangold gefoulte Jens Rumpel war per Strafstoß erfolgreich. In Unterzahl operierten die Gäste noch vorsichtiger, während es die Platzherren mit Brachialgewalt versuchten. Nach einer fragwürdigen Tätlichkeit bei einem Gerangel um den Ballbesitz vor einem Einwurf sah Christoph Krell die Rote Karte. "Die erste für unseren Verein nach fünf Jahren", wusste Abteilungsleiter Günter Scheuring. Als ihm Johannes Kanz wenig später folgte, traf sich die bis dahin stabile Innenverteidigung vorzeitig unter der Dusche.
Münnerstadt: Rottenberger - D. Mangold, Kanz, Krell, Ph. Müller - Coprak, H-C. Schmitt, Markart, Fiedler (70. Göller) - Snaschel, Kiros (80. Kessler).