FC Bad Brückenau - TG Heidingsfeld 25:23 (13:11).

Das Abenteuer Bezirksoberliga ist für die Sinnstädter vorerst beendet. Im Jahr 2017 hatten die Bad Brückenauer nach unzähligen erfolglosen Anläufen den Sprung in die höchste unterfränkische Spielklasse geschafft und sich dort auf Anhieb einen sehr guten Ruf erspielt. Doch die unruhigen Zeiten der Corona-Pandemie hat das Team nicht gut überstanden. Nur drei Siege in zwölf Partien konnten die Bad Brückenauer in dieser Saison erringen. Kurios: Nachdem der Abstieg besiegelt war, lief es deutlich besser. Dass zum Abschied aus der BOL ausgerechnet der alte Rivale aus Heidingsfeld in den Hexenkessel kam, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Denn die "Hätzfelder Bullen" hatten im Jahr 2015 extra für das Relegationsspiel gegen die Sinnstädter den Bundesliga-Handballer Otto Fetser quasi über Nacht verpflichtet. Der frühere Außenspieler des TV Großwallstadt war maßgeblich daran beteiligt, dass dem FC Bad Brückenau der über mehrere Jahre heiß ersehnte Aufstieg in die Bezirksoberliga wie so oft verwehrt blieb.

Eine schweißtreibende Angelegenheit

Beim Aufeinandertreffen an Pfingsten ging es für die Sinnstädter nur noch um einen anständigen Saisonabschluss nach einer unbefriedigenden Spielzeit. Und tatsächlich wirkten die FCler wild entschlossen, die TG Heidingsfeld auf heimischem Parkett in die Knie zu zwingen. Keeper Patrick Krist im Brückenauer Kasten steigerte sich von Minute zu Minute, biss sich regelrecht in die hart umkämpfte Partie hinein und sorgte mit seinen starken Paraden für Aufwind bei den FClern, denen zum Abschied aus der BOL nichts geschenkt wurde.

Die von Emotionalität und Zweikampfstärke getragenen Heidingsfelder mussten zwar ständig einem Rückstand hinterherlaufen, glichen aber fünf Minuten vor dem Ende zum 22:22 aus. Es wurde eine schweißtreibende Angelegenheit für die Gastgeber, die in den Schlussminuten in Unterzahl agieren mussten, nachdem Kreisläufer Georg Hoch eine etwas unglückliche Zeitstrafe kassiert hatte. Die Sinnstädter bewahrten kühlen Kopf in der hektischen und vogelwilden Schlussphase und profitierten letztlich auch davon, dass Topscorer Simon Dietrich kaum zu stoppen war. Mit seinen bemerkenswerten 107 Saisontreffern trug der Bad Brückenauer Rückraum-Shooter zwar die Torjägerkrone davon, doch den letztlich verdienten und absehbaren Abstieg konnte auch er nicht verhindern.

Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (12/4), Tom Schumm (7), Sven Markovics (2), Simon Weiner (1), Nico Schöller (1), Lukas Heil (1), Max Puschner (1).