Anton Schick sen. konnte zufrieden sein. Der Vorsitzende des Fördervereins Kissinger Sommer zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres und des Festivals. "Seit Gründung des Vereins 1992 und Beginn der Förderung haben wir einschließlich des heutigen Abends 1 930 000 Euro an die Stadt Bad Kissingen gespendet." Dazu kommen allerdings noch 105 000 Euro für den Luitpoldpreis des Fördervereins, der seit 1999 vergeben wird. Schick: "Somit sind bis heute vom Förderverein unserem Festival 2,035 Millionen Euro zugeflossen. Eine Summe, auf die wir alle stolz sein können." Schick verwies allerdings auch noch darauf, dass in diesem Betrag die Aufwendungen für die alljährliche Ausrichtung des Kissinger KlavierOlymps nicht enthalten sind, "die auch im Wesentlichen von Mitgliedern unseres Fördervereins aufgebracht werden."

Schick dankte den Mitgliedern und Sponsoren für ihr Engagement: "Es ist Ihr Verdienst, dass der Förderverein der größte private Sponsor des Kissinger Sommers ist." Und er dankte der Stadt Bad Kissingen für ihre Unterstützung der Vereinsarbeit.

Der größte Dank ging allerdings an Intendant Dr. Tilman Schlömp, "der auch mit neuen Ideen und Konzertformaten seinen sehr erfolgreichen Einstand im Vorjahr in Bad Kissingen gegeben hat". Und er wies auch gleich auf zu erwartende Highlights des Kissinger Sommers 2019 hin, darunter Paavo Järvi und Daniil Trifonov mit einem Schumann-Konzert Programm oder auf den Dirigenten Omer Meir Welber, den Pianisten Radu Lupu und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit einem Beethoven- und Mozart-Programm , Frank Pweter Zimmermann und Martin Helmchen mit einem Beethoven-Zyklus oder die Tschechische Philharmonie mit zwei Konzerten mit dem Cellisten Truls Mork und dem Pianisten Leif Ove Andsnes. Worauf Schick im Gegensatz zu früher verzichten konnte, war der Wunsch nach mehr moderner Musik.

Das Wichtigste an diesem Abend war für Oberbürgermeister Kay Blankenburg natürlich die Übergabe des Spendenschecks, den Schatzmeisterin Martha Müller überreichte. Er war in diesem Jahr auf 75 000 Euro ausgestellt. "Für mich ist das ein Tag der Freude", meinte der OB, "nach einem tollen Konzert und mit einem schönen Empfang - und mit so einem Scheck". Die Stadt könne froh sein, einen solchen Förderverein zum Freund zu haben. Eine solche Spende sei nicht selbstverständlich: "Ich hoffe, dass Sie uns weiterhin vertrauen und nicht nur dabei bleiben, sondern auch neue Mitglieder bringen. Wir investieren Ihr Geld in tolle Abende."