Die Revierleiter der drei Staatsforstreviere im Salzforst können im Nachgang zum "Tag der Artenvielfalt" freudig feststellen, dass sich seltene und geschützte Arten wieder ausbreiten und sich etablieren. Gleichzeitig finden aber auch zunehmend Pflanzen ein neues Refugium, wie zum Beispiel die Robinie, die im Zuge des Klimawandels zukünftig als Mischbaumarten an Bedeutung gewinnen könnten.

Bereits letztes Jahr konnten in den Revieren Steinach und Burgwallbach junge Wildkatzen beobachtet werden. Die Pflege von Strukturen und Diversität im Wald begünstigt deren Verbreitung und die zunehmenden Sichtungen auch in diesem, Jahr freut Reviervertreter Lukas Hofmann/ Revier Burgwallbach sehr: "Wir bekommen dadurch erneut eine Bestätigung, dass sich die Wildkatze etabliert und eine stabile Population aufbaut."

Die Herausforderung der Forstwirtschaft, mit Schadholzmengen durch Sturm, Trockenschäden oder Borkenkäfer, umzugehen, bietet aber auch Chancen zur Lebensraumverbesserung. So werden bewusst Baumstümpfe oder auch umgeworfenes Laubholz als Biotopstruktur im Wald liegen gelassen. Marina Bosdorf vom Revier Steinach erläutert: "Von holzzersetzenden Insekten oder Pilzen über Wildbienen bis hin zu Fledermäusen und Spechten oder der Wildkatze - diese Biotophölzer bieten einer großen Vielfalt von Arten ein Refugium, bis sich der Kreislauf wieder schließt und das Holz nach einigen Jahren komplett zersetzt wurde."