Im Alter von 69 Jahren ist nach kurzer schwerer Krankheit Amand Kuchenbrod gestorben. Mit seiner Familie trauert der ganze Ort. "Sein Tod ist für die Sporthallengesellschaft und die Erthal-Halle, sowie das Vereinsleben von Untererthal ein großer Verlust", sagt Ortssprecher Bernd Hüfner .

Kuchenbrod war in die Bresche gesprungen, als es darum ging, den Betrieb der Erthalhalle auf finanziell gesunde Beine zu stellen. Er engagierte sich von 1989 bis 1993 als zweiter Vorsitzender und ab 1993 bis zu seinem Tod als Vorsitzender der Sporthallengesellschaft Untererthal GbR. Darin war der örtliche Vereinsring 1992 rechtlich aufgegangen.

Hunderte Zuschauer in der Halle

In dieser Zeit wurden etliche Renovierungs- und Erneuerungsmaßnahmen an der Erthal-Halle durchgeführt. Von der Erneuerung des Daches bis zum Einbau neuer Fenster, welche erst vor wenigen Wochen abgeschlossen wurde. Bei unzähligen Veranstaltungen zog Amand Kuchenbrod die Fäden. Von Beatabenden über Disco bis zur Bayern 1 Party. Bedeutende Kabarettisten wie Gerhard Polt und Erwin Pelzig traten vor hunderten Zuschauern auf.Und bei fast jeder Veranstaltung des Vereinsringes war er derjenige, welcher sich von Anfang bis zum Ende vor Ort um den reibungslosen Ablauf kümmerte.

Träger der Stadtplakette

Aber nicht nur für die Erthal-Halle, sondern auch bei anderen Projekten brachte sich Amand Kuchenbrod mit ein. Bei der Errichtung des Gedenksteines und der Gestaltung des Umfeldes zur 1225-Jahrfeier im Jahr 2002 sowie der Neugestaltung der Flächen unter den Kastanien und des 3-Mühlenbrunnens war er maßgeblich mit beteiligt. Auch bei der Organisation von zwei Gewerbetagen, bei denen sich örtliche Betriebe vorstellten, wirkte Kuchenbrod mit. Als Fußballer und später auch Trainer der Alten Herren beteiligte sich Kuchenbrod am Sportbetrieb.

So trauern neben den Fußballern des FC Viktoria, auch die Untererthaler Musikanten, die Krieger- und Soldatenkameradschaft, die Freiwillige Feuerwehr und der Obst- und Gartenbauverein um ihr verstorbenes Mitglied. Für sein Engagement hatte er unter anderem die Stadtplakette verliehen bekommen.

Dienstältester Mitarbeiter der Stadtverwaltung

2014 war Kuchenbrod als damals dienstälteste Mitarbeiter der Stadtverwaltung in den Ruhestand verabschiedet worden. Die Stadt hatte ihn darüber hinaus stundenweise für die Verkehrsüberwachung verpflichtet. In diesem Ressort wirkte er seit 1999. Insgesamt arbeitete der gelernte Elektriker Amand Kuchenbrod 49 Jahre für die Stadt. 1965 begann er im Alter von 14 Jahren seine Elektrikerausbildung im damaligen E-Werk in der Herrenmühle.

Später war er auch für das Ablesen und die Abrechnung der Zähler verantwortlich. Damals geschah das noch monatlich. 1982 wurde er bei der Stadtverwaltung ins Angestelltenverhältnis übernommen. Kuchenbrod arbeitete unter sechs Bürgermeistern. Die Kollegen schätzen seinen Humor, sein Wissen und seine Hilfsbereitschaft. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.