Arkadengang, Ludwig-Denkmal, von Blumen gesäumte Springbrunnen: Der Kurgarten ist immer für ein Bildmotiv gut. Am Montagvormittag umso mehr, als die diesjährige Quellenkönigin Martina Kohlhepp mit Fürst Ferenc II. Rákóczi (Timo Baier) ihr Ballkleid der Öffentlichkeit vorgestellt hat. "Eigentlich ist es ein Brautkleid, das ich mit einer Freundin in Würzburg ausgesucht habe", erzählt die 27-jährige Bad Kissingerin.



Es ist kein extravagantes Kleid, sondern zurückhaltend und stilvoll, in hellen Farben gehalten. "Ich mag es mehr natürlich zu sein, aber man muss auch schön aussehen", sagt sie. In den weißen Grundstoff wurden hellblaue Wellen von den Schultern an abwärts eingearbeitet. Auch sonst wurde das Hochzeitskleid so von einem Schneider abgeändert, dass der Stoff wellend zu Boden fällt - eben passend zur Quellenkönigin. Dazu trägt sie flache, hellblaue Ballschuhe, in denen das lange Stehen, das viele Laufen und das Tanzen leicht fallen soll.

Um den Hals hat Martina Kohlhepp ein zierliches Collier, das ebenfalls wie Ring, Ohranhänger und Armschmuck perlenförmig gehalten ist. Der Schmuck ist eine Leihgabe des Traditionsgeschäfts Ebert Schmuckkunst. "Darin spiegelt sich das Thema Wasser: Echte Süßwasserperlen, dezent platziert, sind das zentrale Element der Schmuckstücke", sagt Inhaberin Söke Ebert-Lahovnik.

Die Quellenkönigin steht Fürst Rákóczi während des Bad Kissinger Rakoczyfestes (24. bis 26. Juli) als Partnerin zur Seite, sei es bei der Eröffnung auf dem Marktplatz, während Saale brennt, auf dem Festball und beim Historischen Umzug. Gut zweieinhalb Wochen sind es noch bis zum Stadtfest und die Quellenkönigin hat ihre Vorbereitungen nahezu abgeschlossen. Einzig zwei Pflichttermine stehen noch auf dem Programm, und zwar die Generalprobe für den Festball wenige Tage vorher sowie heute die Vorstellung einer neuen Nascherei von Konditormeister Otmar Troll. In seiner Schokoladenmanufaktur Pralinen Troll in der Badgasse ist ab sofort die "Quellenkönigin" erhältlich, eine tropfenförmige Praline aus weißer Schokolade, Karamell und Heilwasser aus den Quellen Rakoczy, Pandur und Max. Die drei Quellen sind allesamt für ihre magenberuhigende Wirkung bekannt.
Für Otmar Troll kam die Idee ganz natürlich, Praline und Heilwasser zu kombinieren. "Damit wollte ich ein neues Alleinstellungsmerkmal für Bad Kissingen schaffen", erklärt er. Aus geschmacklicher Sicht hält er die Heilquellen für ideal. "Die salzigen Quellen passen mit süßer Schokolade sehr gut zusammen", sagt er.