Jedes Jahr steht im Frühjahr eine andere Allianz-Kommune im Mittelpunkt, wenn begeisterte Wanderer zur Sternwanderung ausströmen. Heuer fand die Auftaktveranstaltung in Rannungen statt. Mehr als 3000 Besucher dürften an den beiden Tagen bei dem großen Dorffest zu Gast gewesen sein, schätzen die Organisatoren.
"Es war schon ein großes Fest", sagt die neue Allianz-Managerin Hannah-Rabea Grübl und geht auf die 16 Marktstände und die verschiedenen Pavillons ein, die Seite an Seite in der Raiffeisenstraße aufgebaut waren. Unter anderem waren Laubsäge-Arbeiten, Holzfiguren und Strickmode im Angebot. Zudem boten verschiedene Biohöfe der Region ihre Waren an, wieEdelbrände, Wein, Produkte aus Ziegenmilch oder vom Vogel Strauß. Manch einer schaute vielleicht nach einer neuen Tasche oder interessierte sich für Schmuck.
Dass sich schon am Samstag so viele Besucher beim Dorffest blicken ließen, hatte laut Grübl sicher auch damit zu tun, dass das Wetter so schön war. Ihrer Ansicht nach haben die örtlichen Vereine "sehr gut zusammengearbeitet". Das Fest sei super organisiert gewesen. Als dann am Sonntag mehrere Hundert Sternwanderer aus Schonungen, Weipoltshausen, Hesselbach, Thundorf, Seubrigshausen, Poppenlauer und Volkershausen herbeiströmten, sei der Ort natürlich voll gewesen. 1#googleAds#100x100
Am Samstag war zwar ab 10 Uhr Festbetrieb, doch Staatsministerin Dorothee Bär eröffnete das Fest offiziell erst um 14 Uhr. Das Highlight am Samstagabend war Steffi List mit ihrer Band. "Da war der Platz um die Bühne brechend voll", sagt Bürgermeister Fridolin Zehner.
Er hatte sich schon am Morgen besonders gefreut, dass 40 Gäste aus der thüringischen Partnergemeinde Oberstadt (Themar) angereist waren. Mit den Oberstädtern hatten die Rannunger sich nach der Wende angefreundet. Mehrere Besuche und Gegenbesuche waren gefolgt. "Dann war das Ganze ein bisschen eingeschlafen", sagt Zehner. Deshalb freute man sich nun umso mehr aufs Wiedersehen.


Eine große Herausforderung

Für die Vereine war das Dorffest freilich eine große Herausforderung, sagt Zehner. Da habe die Feuerwehr großflächig absperren und Parkplätze ausweisen müssen. Alle Vereine hätten an einem Strang gezogen, sagt der Bürgermeister. Deshalb habe alles reibungslos geklappt.
Das hat auch Wanderführer Edgar Büttner so wahrgenommen. Er hatte am Sonntag Wanderer über den Rabenweg geführt und ihnen allerhand Historisches berichtet. Obwohl am Sonntag sogar auf dem Sportplatz ein Fußballspiel gepfiffen worden war, tauchten die Spieler später auch auf dem Fest auf, lobt Büttner. "Die Vereine zusammen mit den Jugendlichen haben beim Dorffest eine Topleistung gezeigt."
Die Feuerwehr zum Beispiel stand an beiden Tagen mit 55 Mann in der Pflicht, sagt Vereinsvorsitzender Andreas Wartha.
"Für uns war das Fest sehr fordernd", sagt Wartha, denn gleichzeitig hatten die Floriansjünger auch noch den Maibaum aufzustellen gehabt. "Aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht."
Für ihn sei es noch in anderer Hinsicht eine interessante Erfahrung gewesen. Während sonst jeder Verein bei den eigenen Festen komplett für alles verantwortlich sind, musste beim Dorffest jeder lediglich einen einzelnen Bereich verwalten. "Es war eine geteilte Verantwortung, führte aber dazu, dass wir alle zusammenhalfen."