Forstbetrieb hilft mit

Der Wald ist aber für die Öffentlichkeit zugänglich. Deshalb habe "die Allgemeinheit in Gestalt der beseitigungspflichtigen Körperschaft (= Stadt oder Landkreis) die Verpflichtung zum Zusammentragen und Entsorgen der dort unerlaubt entsorgten Abfälle".

Man helfe jedoch durchaus mit, den Müll zu finden und anzuzeigen, sagt Riegert. Gelegentlich müsse man die abgelagerten Gegenstände, weil sie mitten im unwegsamen Gelände liegen, auch an den Waldrand bringen, damit die Gebietskörperschaft sie dort abholen kann, so der Forstbetriebsleiter weiter.

Im Fall der Müllhalde an der Nüdlinger Pyramide habe sich der zuständige Revierleiter zunächst an die Stadt Münnerstadt gewandt und dort, im Rahmen einer anderen dienstlichen Angelegenheit, von seinem Fund berichtet, recherchierte Riegert.

Prinzipiell sei es Aufgabe von Polizei und Forstbetrieb, Kontakt zur Gebietskörperschaft aufzunehmen. Möglicherweise habe auch der Amtswechsel in der Revierleitung zur Verzögerung der Angelegenheit beigetragen, hält Riegert nicht für ausgeschlossen. Denn die Aufgabe wurde eine Zeit lang kommissarisch wahrgenommen. Seit 1. Juli ist Franziska Partenhauser in dieser Funktion aktiv.

"Mir ist so etwas aber wichtig", sagt Riegert. Im Normalfall kümmere man sich im Forstbetrieb unverzüglich um solche Müllablagerungen. Der Forstbetriebsleiter reagierte daher am Montag prompt und meldete den Vorgang bei der zuständigen Stelle im Landratsamt. "Die Entsorgung sollte nun ohne weitere Verzögerung erfolgen." Isolde Krapf