Per E-Mail nahm er am 15. Januar erneut Kontakt zur Polizei auf und bot an, den Müll selbst zu entsorgen. Die Antwort kam prompt: Er solle alles liegenlassen, hieß es in der Online-Nachricht der Beamten, denn möglicherweise befänden sich vor Ort Hinweise auf den/die Täter.

Die Polizei rief kurze Zeit später sogar bei Reuß an, um ihm mitzuteilen, dass nicht, wie zunächst vermutet, die Stadt Münnerstadt für den Abtransport der Müll-Gegenstände zuständig sei, sondern die Bayerischen Staatsforsten, denen das Waldstücke gehört.

Am 26. Februar schaffte es der vielbeschriebene Müllhaufen dann sogar in eine Polizeimeldung an die Medien: Bei einer Streifenfahrt habe die Polizei eine wilde Müllhalde an der Nüdlinger Pyramide entdeckt, hieß es. "Mir ist das Brötchen fast aus der Hand gefallen", schildert Reuß seine Emotionen an jenem Aschermittwoch-Morgen, als er beim Frühstück die Zeitung las.

Umgehend gab er in einer E-Mail an die Polizei seine Verwunderung kund darüber, dass die Polizei sich als Entdecker des Müllhaufens outete. Erneut bot Reuß an, den Müll selbst zu entsorgen. Doch die Polizei antwortete ihm, die Bayerischen Staatsforsten wüssten Bescheid und würden sich umgehend kümmern.

"Okay, dachte ist, dann ist die Sache ja erledigt", sagt Reuß im Gespräch mit dieser Redaktion. "Doch als ich zufällig am 26. Mai 2020 wieder dort vorbeikam, war die Sauerei immer noch da", empört sich der Windheimer.