Spannend bis zur letzten Minute war die Bürgermeisterwahl in Thundorf. Nach den ersten drei Schnellmeldungen lag die Rothhäuser Kandidatin der Wählergemeinschaft Rothhausen (WGR), Judith Dekant, bei klar über 50 Prozent. Allerdings war da der Briefwahlbezirk noch nicht ausgezählt, so dass das Zittern bis zum Ende ging. Doch Judith Dekant blieb vorne. Sie bekam 50,2 Prozent der Wählerstimmen in der Gemeinde Thundorf bei einer Wahlbeteiligung von 84,5 Prozent. Somit wählten die Bürger erstmals eine Bürgermeisterin in das Amt (Ergebnis auf Basis der Schnellmeldung).

"Ich bin von den Socken", war die erste spontane Reaktion von Judith Dekant auf ihren Wahlsieg gegen den amtierenden Bürgermeister Egon Klöffel (Bürgerblock Theinfeld). Ihr Wahlmotto sei eine Politik des Miteinanders in den drei Ortschaften gewesen, erklärt sie. Das will sie dann auch in ihrer Amtszeit politisch umsetzen.

Sie möchte das Vertrauen, das ihr die Wähler gegeben haben, in ihrer künftigen Arbeit zurückgeben. Besonders deutlich war natürlich das Abschneiden der Rothhäuserin in ihrer Heimatgemeinde. Hier bekam Judith Dekant (ohne Briefwahl) 96 Prozent der Stimmen.

Keine Stellungnahme gab es am Sonntagabend vom abgewählten Bürgermeister Egon Klöffel, da ihm bis zum Redaktionsschluss noch keine offizielle Bestätigung des Ergebnisses durch den Wahlleiter vorgelegen war. Egon Klöffel erhielt als amtierender Bürgermeister insgesamt 33,07 Prozent der Stimmen.

Der 3. Bürgermeisterkandidat in Thundorf, Edwin Braun (Wählergemeinschaft Thundorf), kam auf 16,73 Prozent der Stimmen. "Ich bin nicht enttäuscht", kommentiert er den Wahlausgang am Sonntag. Er habe bereits im Vorfeld den Eindruck gehabt, dass Judith Dekant im ersten Wahlgang zur neuen Bürgermeisterin gewählt wird. Auch sein Abschneiden habe er persönlich so eingeschätzt, wie es sich am Sonntagabend darstellte, meinte Edwin Braun.

Traumergebnis

Rundum zufrieden zeigte sich Bürgermeister Matthias Klement mit seinem Wahlergebnis in Maßbach. Er selbst bezeichnete sein Abschneiden mit 92,46 Prozent als "überragend". Damit könne er gestärkt in die nächste Legislaturperiode gehen. Deutlich niedriger als in Thundorf lag in Maßbach allerdings die Wahlbeteiligung. 68,79 Prozent der Wahlberechtigten hatten ihre Stimme abgegeben.

Sehr zufrieden

"Ich bin sehr zufrieden", kommentierte Rannungens Bürgermeister Fridolin Zehner seine Wiederwahl. Er kam auf 84,20 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 83,5 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass er jetzt zum vierten Mal kandidierte, sieht er dieses Ergebnis als sehr erfreulich an. Fridolin Zehner gehört im Landkreis zu den dienstältesten Bürgermeistern.