Oberbürgermeister Kay Blankenburg sprach es im Stadtrat von sich aus an: Unter dem Maßstab Datenschutz habe es die bisher aufwendigste Aktion der Stadt zur Beseitigung von Akten gegeben . Damit beauftragt war eine "zertifizierte Firma", sagte Blankenburg. Trotzdem habe es datenschutzrechtliche Mängel gegeben.
In der Planung sei auf Datenschutzfragen großer Wert gelegt worden. Alle Beteiligten seien auf die besonderen Anforderungen hingewiesen worden. An den betreffenden Containern seien Schlösser gewesen. Nachts seien die auch verschlossen worden. Die Abläufe am Container habe man stichpunktartig kontrolliert.
"Es hat aber offenkundig dennoch Fehler gegeben", erklärte Blankenburg unter Bezug auf die Berichterstattung in der vergangenen Woche. Die Akten seien offensichtlich zeitweise öffentlich zugänglich gewesen. Er bedauere das außerordentlich. Die Stadt habe die Daten ihrer Bürger auf jeden Fall zu schützen.
Wie Blankenburg berichtete, sind bei der Aktion sowohl datenschutzrechtlich relevante wie auch in dieser Hinsicht harmlose Unterlagen entsorgt worden. Nach augenblicklichem Kenntnisstand seien wohl keine Unterlagen in falsche Hände geraten. Fehler seien aber unbestreitbar. Und "schon der bloße Anschein, die Daten der Bürger könnten bei der Stadt nicht in absoluter Sicherheit sein", müsse vermieden werden.