von Siegfried Farkas

Vermutlich ist Staatsbad GmbH und Stadt die Entscheidung nicht leicht gefallen, sich am traditionellen Rakoczy-Wochenende nicht hinter dem generellen Verbot von Großveranstaltungen zu verstecken. Letztlich haben sie sich aber trotzdem dafür entschieden, am letzten Juli-Wochenende zwei Zeichen zu setzen. Zunächst einmal ein Lebenszeichen als Standort mit Geschichtsbewusstsein, der seinen Gästen und seinen Bürgern etwas bieten will und bieten kann. Und dazu den Hinweis, dass ein Ereignis wie Rakoczy ohne Fest auch corona-kompatibel möglich ist.

Schon am Sonntagnachmittag, als Polizei und Organisatoren die Veranstaltung noch nicht ganz abgeschlossen hatten, war klar, dass sich die Erwartungen erfüllt haben. Die Darsteller der Historischen Persönlichkeiten berichteten immer wieder, wie sehr das natürlich längst nicht so zahlreich wie sonst erschienene Publikum dafür dankbar war, dass es überhaupt diese kleine, feine Version des Ereignisses geboten bekam.

Cheforganisator Bruno Heynen bestätigte in einer kurzen Zwischenbilanz diesen Eindruck. "Das Publikum war sehr vernünftig", berichtete er am Sonntagnachmittag. Es halte die Corona-Regeln klaglos ein.

Ähnliches war ebenfalls bereits am Sonntagnachmittag von der Polizeiinspektion zu hören. In den Lageberichten seiner Kollegen, fasste ein Beamter der Bad Kissinger Dienststelle zusammen, sei Rakoczy nicht vorgekommen, schon gar nicht in negativem Zusammenhang.