315 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet, die von Mitgliedern des Bundestages nominiert worden waren, stellten in einem Planspiel das parlamentarische Verfahren nach. Die Teilnehmer übernahmen für vier Tage die Rollen von Abgeordneten und simulierten vier Gesetzesinitiativen.
Zur Debatte standen Entwürfe zur Festschreibung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz, zur Einführung bundesweiter Volksabstimmungen, zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien sowie zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft.
Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren lernten dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen - in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal traten 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Vollbesetzte Besuchertribünen sorgten dabei für wirklichkeitsnahe Bedingungen.
Aus dem Wahlkreis von Sabine Dittmar (SPD) fuhr Maren Schweier nach Berlin. Die Gymnasiastin aus Bad Kissingen freute sich, die Gelegenheit zu bekommen, das politische Geschehen hautnah mitzuerleben. "Ich war Mitglied des Umweltausschusses des fiktiven Parlamentes und beschäftigte mich mit der Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft. Ein spannendes Thema, ich fand es sehr interessant und aufschlussreich einmal live zu erleben, was ein Abgeordneter den ganzen Tag arbeitet", so Maren Schweier.
Auch Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar freute sich über Marens Teilnahme . "Ich kann nur dazu aufrufen, meldet Euch in meinem Büro in Bad Kissingen an. Das Planspiel und die anderen Initiativen des Deutschen Bundestages für Jugendliche sind eine sehr gute Möglichkeit, Demokratie zu lernen und den politischen Alltag in Berlin zu erleben", so Dittmar. red