Seit den großen Riedenberger Büttenabenden durften die Musikanten des Musikvereins nicht mehr gemeinsam proben oder auftreten. Fünf lange Monate währt die coronabedingte Zwangspause nun schon. Und noch ist keine Änderung in Sicht.

Diese musikalische Durststrecke nutzten die Musikanten nun zum Aussortieren von "Notenmappen-Leichen". Teilweise Jahrzehntelang trugen, gerade langgediente Musiker, Noten aus früheren Jahren mit sich herum, die lange schon aus dem Repertoire genommen waren. So waren die Notentaschen über die Jahre schwer und schwerer geworden.

In einer großen Aktion wurden nun zahlreiche Tische in der Turnhalle aufgebaut und sämtliche Notenmappen ausgeräumt. Hunderte von Notenblättern fanden sich darauf am Ende wieder. Angelegt wird nun jeweils eine Mappe für die Unterhaltungsmusik und eine für die Konzertauftritte. Alles andere muss nun entweder entsorgt oder katalogisiert und in den Notenschränken archiviert werden.

"Da haben wir wohl noch einige Wochen Arbeit damit", so der 1. Vorsitzende des Musikvereins, Florian Leimbach. "Aber das war mal dringend nötig. Und jetzt haben wir alle Zeit der Welt dazu. Wenn wir es jetzt nicht gemacht hätten, dann wohl nie mehr. Schließlich treffen wir uns in normalen Jahren bis zu 80 Mal zu Proben und Auftritten. Da hat dann niemand den Nerv, auch noch so eine wochenlang andauernde Arbeit auf sich zu nehmen."

Jetzt muss nur noch die coronabedingte Spielpause zu Ende gehen. Dann wird auch wieder eine neue Gruppe von Anfängern gestartet werden und die Instrumente der aktiven Musikanten können endlich wieder gemeinsam ausgepackt werden.