Bischof Franz hat mit Dekret vom 28. April die Feier öffentlicher Gottesdienste unter Verweis auf besondere Sicherheitsmaßnahmen wieder gestattet. Diese Rahmenbedingungen, in der Fassung für ganz Bayern, waren Grundlage einer Videokonferenz des Pastoralrates der Pfarreiengemeinschaft "Lauertal" im Pfarrheim Poppenlauer. "Ich muss sagen, ich bin ziemlich geschockt von den Regelungen! So streng hatte ich sie mir nach den Vorabinformationen nicht vorgestellt", so Pfarrer Peter Rüb. Das wichtigste ist, dass Messfeiern zunächst noch untersagt bleiben. Es dürfen nur Wortgottesdienste ohne Kommunionspendung und Andachten abgehalten werden. Die zunächst gravierendste Einschränkung besteht darin, dass diese Gottesdienste nur in Kirchen stattfinden dürfen, in welchen die Bankreihen von beiden Seiten frei zugänglich sind. Ferner soll in der Pfarreiengemeinschaft nur eine Kirche für die Abhaltung der Gottesdienste bestimmt werden. In der Pfarreiengemeinschaft "Im Lauertal" kommt dafür nur die Kirche in Thundorf in Frage.

Diese und noch weitere wichtige Fragen haben den Pastoralratsvorsitzenden Erhard Ledermann, zusammen mit Pfarrer Peter Rüb, veranlasst, die Pastoralsitzung einzuberufen.

Aus Schutz und Sicherheitsgründen ist vorerst nur ein Wortgottesdienst unter abwechselnder Leitung an den Vorabenden (Samstag) um 18 Uhr und den Sonntagen um 8.30 und 10 Uhr vorgesehen. Einhellig waren die Teilnehmer der Meinung, dass diese Wortgottesdienste ausschließlich in der Kirche von Thundorf stattfinden. Nach ersten Erfahrungen und evtl. weiteren Lockerungen der Kontaktsperren werden diese auch in anderen Gemeinden angeboten. An Atemwegserkrankungen leidende, mit Covid-19 infizierte oder erkrankte Personen, sowie Kontaktpersonen dürfen am Gottesdienst leider nicht teilnehmen, um Ansteckungen zu vermeiden. In der Kirche ist die Abstandsregel von mindestens zwei Meter ebenso strengstens einzuhalten, wie das tragen einer "Maske" (MundNase-Schutz). Daraus ergibt sich eine Begrenzung der Plätze und Teilnehmerzahl. Familien und Hausgemeinschaften dürfen beisammensitzen.

Gesangbuch mitbringen

Aus organisatorischen Gründen werden Gottesdienstbesucher gebeten, sich vorher im Pfarrbüro Poppenlauer (Tel.: 09733/9996), auch außerhalb der üblichen Bürozeiten, anzumelden. Die üblicherweise ausgelegten Gebets- und Gesangbücher stehen nicht zur Verfügung. Demzufolge werden die Besucher bereits bei ihrer Anmeldung darauf hingewiesen, dass sie ihre eigenen Bücher mitbringen sollen. Es steht nur ein Zugang zur Kirche (hintere Türe) zwecks Eingangskontrolle zur Verfügung. Dort wird ein Ordner per Anmeldeliste den Zugang überwachen. Nicht angemeldete Personen müssen warten, bis durch den Ordner abzuschätzen ist, ob weitere Plätze frei sind. Die Einnahme der Plätze soll so erfolgen, dass die Bankreihen von der Mitte her aufgefüllt werden, damit kommende Besucher sich nicht an bereits anwesenden vorbeidrängen müssen. Das Verlassen der Kirche erfolgt durch die vordere Tür und zwar unter Einhaltung der Abstandsregel. Nach dem Gottesdienst werden die Bankreihen desinfiziert.

Den Ordnungsdienst übernehmen abwechselnd alle neun beteiligten Pfarreien. Angedacht sind drei Ordner, an den jeweiligen Gottesdiensten eine Person. Örtliche Maiandachten im Freien können mit dem Pastoralen Team geplant werden. Nicht möglich ist die Begleitung durch Blasinstrumente wegen der davon ausgehenden "Besprühungsgefahr". Das ist auch der Grund, dass der Gesang auf ein Minimum reduziert werden soll.

Aus diesen Schutz- und Vorsichtsgründen kam das Gremium auch zu der Überzeugung, die diesjährige Feier des zehnjährigen Bestehens der Pfarreiengemeinschaft auf das nächste Jahr zu verschieben. Erhard Ledermann: "Das Jubiläum verdient es nicht, in diesem Jahr nur notdürftig der Gründung vor 10 Jahren zu gedenken." Dann eben eine 11-Jahresfeier.