Münnerstadt ist bereit. Ab sofort hat die Teststrecke im Deutschordensschloss am Montag (9 bis 11 Uhr), Dienstag (15 bis 17 Uhr) Donnerstag (9 bis 11 Uhr) und Freitag (14 bis 16 Uhr) geöffnet. Ab Mittwoch werden auch Schnelltest nach vorheriger Terminvereinbarung in der Löwen-Apotheke gemacht (Tel.: 09733/ 1275). Die Firma Med3group testet zudem an verschiedenen Tagen auf dem Marktplatz. Die Wirtschaftsreferenten Christine Martin und Johannes Wolf (Grüne) haben in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Gewerbevereins "Kaufhaus" Mürscht, Arno Reuscher, nach Möglichkeiten gesucht, die Geschäfte in den schweren Zeiten zu unterstützen. Bürgermeister Michael Kastl (CSU) hat signalisiert, Außenbewirtschaftung wieder sehr großzügig zuzulassen, sobald dies wieder erlaubt ist. Auch anderen Geschäften soll die Möglichkeit gegeben werden, auf sich aufmerksam zu machen.

Es sei von Anfang an das Ziel gewesen, so oft Tests anzubieten, dass alle Tage abgedeckt sind, sagt Christine Martin. Deshalb haben sich die beiden Wirtschaftsreferenten mit Alexandra Kehl von der Firma Laboklin in Verbindung gesetzt, die die Test im Schloss durchführt. "Unser Ziel war, dass Montag, Mittwoch und Freitag getestet wird", sagt die Wirtschaftsreferentin, weil die Tests 24 Stunden gültig sind. "Umso glücklicher sind wir, dass es vier Tage geworden sind", sagt sie. "Wie das hier läuft, ist super", lobt Johannes Wolf die Mitarbeiter auf der Schnellteststrecke. "Das ist perfekt organisiert", fügt Christine Martin hinzu.

Es sei ja von Anfang an geplant gewesen, das Angebot zu erweitern, sagt Alexandra Kehl von Laboklin. Deshalb wird am Freitag auch am Nachmittag getestet, der Test gilt dann bis Samstagnachmittag. Das Team im Schloss würde sich über Unterstützung freuen, wer Interesse hat, kann sich bei Laboklin melden. Künftig soll es auch möglich sein, dass die Getesteten eine Email mit dem Ergebnis bekommen und nicht mehr 15 Minuten im Schloss warten müssen.

Johannes Wolf war mehrfach im Schloss gewesen und hat sich auch mit den Getesteten unterhalten. Viele sind danach zum Einkaufen gegangen, als das noch mit einem negativen Test möglich war. Andere haben sich für einen Besuch im Altersheim testen lassen. "Wir müssen uns vorbereiten, wenn die Zahlen wieder runter gehen", sagt Arno Reuscher. "Dafür ist es wichtig, dass es funktionierende Testmöglichkeiten gibt." Derzeit ist in vielen Geschäften nur das Abholen von Waren möglich. Der Gewerbeverein bietet nach wie vor auch den Lieferservice in Zusammenarbeit mit dem TSV Münnerstadt an. Wenn der Inzidenzwert im Landkreis an fünf Tagen hintereinander unter 150 liegt, können die Geschäfte wieder für Getestete öffnen.

Auch in anderer Hinsicht soll den Gewerbetreibenden das Leben erleichtert werden. Bürgermeister Michael Kastl (CSU) hat darauf verwiesen, dass den Gaststätten wieder die Möglichkeit gegeben wird, sich im Außenbereich großzügig zu präsentieren. Das kann auch auf andere Geschäfte ausgeweitet werden. Einige seien bereits auf die Stadt zugekommen. Bei dem Treffen der Wirtschaftsreferenten mit Arno Reuscher und Antje Abeska vom Braut- und Damenmodengeschäft besprachen sie Möglichkeiten, wie die Inhaberin außen auf das Geschäft aufmerksam machen könnte. Wenn die Gaststätten erst wieder öffnen können, werden Testmöglichkeiten noch besonders wichtig werden, ist Arno Reuscher überzeugt.