Bei den anstehenden Neuwahlen gab es nur bei den Kassenprüfern eine Veränderung, da sich alle bisherigen Amtsinhaber wieder zur Verfügung stellten. An der Spitze bleibt für die nächsten fünf Jahre Martin Geßner. Er konnte zur turnusgemäßen Jahreshauptversammlung 25 Jagdgenossen mit einer Fläche von 425,78 Hektar begrüßen.
In seinem Bericht wies der Vorsitzende auf verschiedene bauliche Maßnahmen hin, die im Jahre 2017 durchgeführt wurden. Nach dem Bericht des Kassiers Sebastian Geßner wurde auf Antrag des Rechnungsprüfers Hugo Glückert der Vorstand einstimmig entlastet.
Die Wahlen ergaben: 1.Vorsitzender Martin Geßner, 2. Vorsitzender Werner Pfennig, Kassier Sebastian Geßner, Schriftführer Arno Schlembach, Beisitzer Michael Beck und Burkard Geiling, Rechnungsprüfer Hugo Glückert und Tanja Reinhard (neu). Damit ergab sich bei den Jagdgenossen ein Novum. Mit Tanja Reinhard wurde erstmals eine Frau in ein Amt gewählt.
Vom 2.Vorsitzenden Werner Pfennig wurde Walter Mauer, der seit 1991 als Kassier und später als Rechnungsprüfer fungierte, für seine langjährige Tätigkeit mit einem Präsent geehrt. Wie Vorsitzender Martin Geßner ausführte, sollen im Jahre 2018 verschiedene Feldwege aufgeschottert werden. Dieses Vorhaben wurde einstimmig beschlossen.
Geßner informierte die Jagdgenossen über die Ergebnisse der ARGE Jagdversammlung, die kürzlich in Rannungen stattfand. Demnach sei die afrikanische Schweinepest im Vormarsch Richtung Deutschland. Wildschweine infizierten sich auch durch achtlos weggeworfene Lebensmittel wie Schinken oder Salami. "Wenn eine Infekt nachgewiesen wird, wird ein Sperrbezirk von 50 Quadratkilometer gebildet", so Geßner. Würde Unterfranken zum Sperrbezirk, sei mit riesigen finanziellen Einbußen für die Landwirte zu rechnen. Die Jäger seien daher zum Abschuss von Wildschweinen aufgefordert. Als Abschussprämie gebe es derzeit 20 Euro je Wildschwein. Aufgefordert wurden die Landwirte, ihre Ställe vor Infektionen zu schützen und die Jäger, die Abschusszahlen zu erhöhen.
Im Zeitraum Februar bis 30. Juni 2018 wird eine Wildverbissstudie im Bereich Maria Bildhausen und Großwenkheim erstellt. "Vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Münnerstadt ein Entwurf für ein sogenanntes Kernwegenetz erstellt", sagte Geßner. Dies diene zum zentralen Abtransport von Mais zu Biogasanlagen oder Zuckerrüben. Gesetzlich verankert werde, so Geßner, das Anlegen von Grünstreifen entlang der Gräben, damit keine Ackerschollen mehr in die Gräben fallen können.