"Nur wenn der Druck da ist, passiert was"! Ob Bürgermeister Helmut Blank die Aussage bei seinem Grußwort auf sich bezogen hat, ist nicht überliefert. Doch er hat recht, Münnerstadts Handels- und Einkaufswelt steht unter Druck, unter ganz gehörigem sogar. Gewiss ist man mit seinem Elend nicht alleine, trotzdem ist die globale Auseinandersetzung mit dem "neuen" Kunden auch ein tägliches Hinterfragen nach Verbesserungen vor Ort. Der Gewerbeverein "Kaufhaus Mürscht" hat Hilfe gesucht und sie von der Rid-Stiftung in Form eines Preisgeldes in Höhe von 15 000 Euro bekommen. Dafür werden in den nächsten zwei Jahren Münnerstadts Handels- und Dienstleistungsstrukturen analysiert und in stetiger Zusammenarbeit Lösungswege aufgezeigt.

In der Auftaktveranstaltung hat Christian Kramer von der Beratungsgesellschaft CIMA "DEN" Kunden in seiner vermeintlich liebsten Haltung vorgestellt, als Couchsurfer, umgeben von Fernbedienung und Tablet, vor sich das Paket mit der neuesten Bestellung aus dem Netz von einem Online-Händler.
Kann das Paket auch von einem der örtlichen Einzelhändler kommen, persönlich geliefert oder vom Kunden nach der Online- Reservierung selbst abgeholt? Die Frage zog sich über den rund zweistündigen Diskurs hin und wurde in Ansätzen beantwortet.