"Alles neu macht der Mai" heißt es in einer alten Weise. Das haben sich wohl die Mitglieder des Münnerstädter Feuerwehrstammtisches "Kübelspritze" zu Herzen genommen und eine kleine Brücke im Jörgentorpark erneuert.
Der hölzerne Steg war nach mehreren Jahrzehnten marode geworden. Nägel schauten heraus. Die Bretter waren recht morsch, erläutert Feuerwehrkommandant Robert Müller. Da die Stadt die Verkehrssicherungspflicht für das kleine Bauwerk hatte, gab es Überlegungen, die Brücke abzubrechen und den Graben mit Schotter aufzufüllen.


Gutes Einvernehmen

Das brachte Robert Müller auf die Idee, der Feuerwehrstammtisch könnte in ehrenamtlicher Arbeit den Brückenbau übernehmen. Bürgermeister Helmut Blank erklärte sich spontan dazu bereit, dass die Stadt die Materialkosten übernimmt. Müller findet, es war eine gute Aktion und freut sich, dass der Stammtisch einmal wieder ehrenamtlich etwas Gutes tun konnte.
Mit rund 20 Helfern starteten die Mitglieder des Feuerwehr-Stammtisches ihre Aktion und rissen den rund 40 Jahre alten Steg ab. Innerhalb eines halben Tages verlegten sie die Bohlen für die neue Brücke.
"Wir sind wie ein eigener Fachbetrieb", meinte Roland Dömling scherzhaft beim Arbeitseinsatz. Für eigentlich jedes Gewerk gibt es in der Feuerwehr einen Handwerker. "Man hält zusammen", lobt Roland Müller den Gemeinschaftssinn in der Feuerwehr.
Das kleine Bauwerk war beim Bau der Hochwasserfreilegung im Jörgentorpark entstanden. Damals waren bei den Bauarbeiten Reste einer alten Befestigungsanlage mit Graben entdeckt und freigelegt worden. Den angedeuteten Graben überspannt die kleine Brücke seit dieser Zeit. Das ist rund 40 Jahre her.
Seitdem war das Holz durch Wind und Wetter stark in Mitleidenschaft gezogen worden. "Jetzt ist die Brücke wieder für die nächsten Jahrzehnte sicher", ist Kommandant Robert Müller überzeugt.