Es sind figürliche Darstellungen, stark reduziert. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche. "Es geht immer um Bewegung, um Tanz, aber auch um Stille und Innehalten", sagt Beate Debus. Polarisierung spielt dabei eine große Rolle, egal ob in einer Doppelfigur oder einer einzelnen. Es sind schwingende Darstellungen ins Innere des Körpers und ins Äußere des Raums. "Sie kommen vom Inneren des Körpers und sprengen den Raum, auch die Zeichnungen sprengen den Rahmen." Die Polarisierung wird durch den Kontrast von Hell und Dunkel noch verstärkt. "Meine Idee ist, eine Skulptur zu schaffen, deren Standfläche schwerfüßig fest auf dem Boden lagert, aber gleichzeitig senkrecht, leicht tänzelnd sich nach oben bewegt, sich löst und öffnet", beschreibt sie ihre Arbeit. "Das ist für mich Kunst", sagt die Münnerstädter Künstlerin Mia Hochrein dazu. "Die Drucke und Zeichnungen springen mich an."

25 Jahre kennen sich Thüringerin Beate Debus und die Münnerstädterin Mia Hochrein schon, haben immer Kontakt gehalten. "Die Chemie hat gestimmt", meint Beate Debus. Und nicht nur das. Mia Hochrein schwärmt von den Kunstwerken ihrer Kollegin. "Es war ein langjähriger Wunsch von mir, das Beate Debus hier in den Galerieräumen des Schlosses einmal ausstellt." Aber so leicht war es nicht. Der Transport von Skulpturen ist sehr aufwändig und auch nicht billig. Hinzu kam, dass Beate Debus oft ausstellt. Und auch jetzt war es denkbar knapp. Vier Ausstellungen laufen gleichzeitig. Aber die beiden Künstlerinnen waren sich einig: "Es muss jetzt gemacht werden, sonst wird es nie was." Die Zustimmung der Museumsfreunde, deren Schriftführerin sie ist, hatte sich Mia Hochrein schon lange eingeholt.