Das Motiv ist noch völlig unklar: In Münnerstadt hat eine 35-Jährige am Dienstagabend auf den Ex-Freund ihrer Tochter (19) eingestochen.

Das Opfer (20) selbst hatte die Polizei alarmiert und um Hilfe gerufen. Der Mann schilderte der Polizei, dass gegen 21.30 Uhr die Mutter seiner Ex-Freundin - die Mutter wohnt in Schweinfurt - vor der Tür seiner Wohnung in einem Münnerstädter Wohngebiet gestanden habe. "Unvermittelt", ohne ein Wort zu sagen, soll die Frau, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken, ein Küchenmesser gezogen und damit den jungen Mann attackiert haben. Über die Klingenlänge gab die Polizei keine Auskunft.

Der 20-Jährige erlitt mehrere leichte Schnitt- und Stichverletzungen im Oberkörper und an den Armen. Letztere Wunden scheinen von Abwehrbewegungen zu stammen. Der Mann wurde vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt und musste in eine Klinik eingeliefert werden.

Nach der Frau, die geflüchtet war, wurde sofort gefahndet. Kurze Zeit später stieß eine Polizeistreife auf die nicht berufstätige 35-Jährige. Die Kripo Schweinfurt hat die weiteren Ermittlungen übernommen, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde die Schweinfurterin dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. "Die Beschuldigte, deren Tatmotiv derzeit letztlich noch nicht geklärt werden konnte, wurde inzwischen einer Justizvollzugsanstalt überstellt", heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Frau ist bislang nicht einschlägig vorbestraft.