Kein Durchkommen ist in diesen Tagen in der Ortsdurchfahrt von Wermerichshausen im Bereichzwischen Dorfplatz und Ortsausgang in Richtung Kleinwenkheim. Die neu gebaute Ortsdurchfahrt wirde in diesem Abschnitt asphaltiert. Damit neigen sich die Bauarbeiten nun langsam dem Ende entgegen.
Seit mehr als einem Jahr wird in Wermerichshausen gebaut. Die Kreisstraße KG 2, die mitten durch den Ort verläuft, musste ertüchtigt werden. In diesem Zuge wurden auch Hausanschlüsse für den Kanal erneuert. Die Neugestaltung des Dorfplatzes ist weitgehend abgeschlossen. Im Brunnen plätschert schon das Wasser, das dann in einer kleinen Pflasterrinne weiter über den Platz fließt.
Am Mittwochmorgen begann die Vollsperrung für den letzten Teilabschnitt der Ortsdurchfahrt. Mancher Autofahrer verirrte sich trotz vieler Hinweisschilder in die Baustelle. Die Bauarbeiter nahmen es gelassen hin. "Manche probieren es einfach", sagt einer der Arbeiter.
Die Anlieger selbst waren zuvor über die Sperrung informiert worden und haben ihre Autos für die Dauer der Asphaltierungsarbeiten am Dorfrand abgestellt, weil auch die Zufahrt zu ihren Anwesen während dieser Arbeiten nicht möglich ist. "Es wird Zeit, dass es fertig wird", meint Erich Bretscher. Er hat genug von Lärm und Staub.


Später fertig als geplant

Eigentlich sollten ja die Arbeiten schon im Juni abgeschlossen sein. Verzögert habe sich der Baufortschritt aber durch die winterliche Witterung bis in den März hinein, teilt die Pressestelle des Landratsamtes Bad Kissingen auf Anfrage mit.Der Auftrag der Asphaltschicht sei der letzte Schritt. Mitte September ist die Übergabe und somit die offizielle Fertigstellung geplant. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 1,5 Millionen Euro, wobei der Gehweg- und Kanalbau sowie der Dorfplatz zu Lasten der Stadt gehen.
Wie Wermerichshausen nach Abschluss der Arbeiten aussehen wird, ist im zwischen Dorfplatz und Ortsausgang Richtung Weichtungen bereits gut zu erkennen. Hier ist die Straße asphaltiert, auf den Gehwegen sind die Platten verlegt. Auch die ersten Grünanlagen, die im Zuge des Straßenausbaus neu entstanden sind, wurden bereits bepflanzt. Momentan werden die Neuanpflanzungen noch von den städtischen Mitarbeitern gegossen. Wer die Pflege künftig übernehmen wird, das ist offen. Elisabeth Lenhardt, die sich seit vielen Jahren mit einem Helferteam um die Pflege der örtlichen Grünanlagen kümmert, betont, dass ihr Team nicht noch mehr Grünflächen in Schuss halten kann. Da müsse man fast schon einen Gärtner einstellen, erklärt die rüstige Rentnerin ob der Anzahl neuer Beete. Die Pflege der 20 bereits bestehenden Grünflächen will das Wermerichshäuser Grünteam weiter übernehmen, die neuen Pflanzbeete aber nicht. "Das schaffen wir nicht", betont Elisabeth Lenhardt. Sie habe das schon vor Baubeginn deutlich gesagt. Es sei natürlich schön, wenn nicht nur Asphalt und Stein in den Straßen zu sehen sind, stellt Elisabeth Lenhardt fest, aber die Grünanlagen müssten halt auch ordentlich aussehen.