In diesem Schuljahr war es am Münnerstädter Berufsbildungszentrum wieder möglich, alle Absolventinnen und Absolventen in einem feierlichen Rahmen zu entlassen. Einen besonders krönenden Abschluss erlebte jedoch Selina Hehn. Sie vertrat das Münnerstädter Berufsbildungszentrum und alle unterfränkischen Berufsschulen beim Empfang des Ministerpräsidenten und des Kultusministers in der Münchner Residenz. "Repräsentativ für die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen aller Schularten und Regierungsbezirke waren rund 50 Schülerinnen und Schüler eingeladen, die nicht nur einen exzellenten Schulabschluss, sondern auch ein herausragendes soziales und ehrenamtliches Engagement vorweisen können", heißt es in einer Pressemitteilung des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

"Ich bin so froh, dass ich das miterleben durfte", erklärt Selina Hehn. Man habe sich besonders gefühlt, sagt die 22-jährige, ausgebildete Erzieherin. Die junge Frau schwärmt vom festlichen Ambiente und davon, Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo aus nächster Nähe gehört und gesehen zu haben. Überreicht wurde ihr in München unter anderem eine Urkunde für herausragende Leistungen.

Selina Hehn bedankte sich bei der Schulleitung des BBZ, dass die Wahl auf sie gefallen war. "Sie haben es sich verdient", erklärte BBZ-Chef Georg Gißler. Die Absolventin habe nicht nur ihr Berufspraktikum mit der Note 1,0 abgeschlossen, sondern sich auch immer im Schulleben engagiert. Georg Gißler und sein Stellvertreter Christian Zintl erwähnen so das musikalische Engagement Selina Hehns bei Schulveranstaltungen. Außerdem habe sie für ein indisches Schulprojekt eine Spendenaktion am BBZ durchgeführt.

Freude am BBZ

Schulleiter Georg Gißler freute sich, dass das Münnerstädter Berufsbildungszentrum auserkoren worden war, die unterfränkischen Berufsschulen bei diesem Empfang repräsentieren zu dürfen.

Die Bischofsheimerin war fünf Jahre lang am BBZ in Münnerstadt. Ihre Ausbildung schloss sie mit einer Gesamtnote von 1,35 ab. Das BBZ sei das Beste gewesen, was sie machen konnte, meinte die junge Frau. Denn sie hat jetzt nicht nur einen Beruf erlernt, sondern auch die Hochschulreife erreicht. Jetzt will sie noch ein Studium für Lehramt an Grundschulen anschließen.

Insgesamt verabschiedete das Münnerstädter Berufsbildungszentrum in diesem Jahr 192 Absolventen und Absolventinnen. Alle würden sehnlichst am Arbeitsmarkt erwartet, so Georg Gißler. Egal ob Erzieherinnen, Pflegefachkräfte, Kinderpflegerinnen, Hauswirtschafterinen, Sozialbetreuerinnen oder Heilerziehungspflegerinnen - die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach Menschen, die diese Berufe ausüben, sei sehr groß. Mit Zufriedenheit stellte Schulleiter Georg Gißler fest, dass fast alle Absolventen wissen, wie es nach dem erfolgreichen Abschluss weitergeht. Ca. 60 Prozent der Abgänger haben bereits einen Arbeitsvertrag abgeschlossen, sodass klar ist, dass sie mit dem Erlernten ihr eigenes Einkommen verdienen. Weitere 30 Prozent qualifizieren sich nach ihrem Abschluss weiter. Im Wesentlichen sind dies die Absolventen der Berufsfachschulen, die sich an der Fachakademie für Sozialpädagogik, der Berufsfachschule für Pflege oder an der Fachschule für Heilerziehungspflege vertiefte berufliche Kompetenzen aneignen möchten. Für etwa vier Prozent steht ein Wechsel an eine Fachhochschule an, wenn mit der (mit der bestandenen Abschlussprüfung) gleichzeitig erworbenen Fachhochschulreife der Zugang zu einem Studienplatz erreicht wurde.

Feiern nach Coronaregeln

Die vier Abschlussfeiern seien von der Corona-Thematik geprägt gewesen, so der Schulleiter. In den Ansprachen der stellvertretenden Schulleiterinnen und Schulleiter, Angela Rothenwaldt, Manuela Schlembach, Sonja Scholz und Christian Zintl, wurde immer wieder deutlich, dass ein Effekt der Pandemie die zunehmende Wertschätzung sozialer Berufe in der Gesellschaft ist. Ebenso erfreulich sei gewesen, dass die Phasen des Distanzunterrichts den Ausbildungserfolg bei den allermeisten Schülerinnen und Schülern nicht gefährdeten.

In den einzelnen Schularten wurden für besondere Leistungen geehrt:

Berufsfachschule Altenpflege: Cindy Glöckner ( Notendurchschnitt: 1,1); Alexander Götz (1,3).

Fachschule Heilerziehungspflege: Chris McRoberts (1,0), Oxana Schmidt (1,4) und Jens Bertram (1,5).

Fachakademie für Sozialpädagogik: Luisa Schilling (1,35), Selina Hehn (1,35), Paulina Link (1,41) und Janina Heuß (1,47).

Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung : Johanna Ferenz (1,2); Jennifer Hesler (1,2), Antonia Züchner (1,46).

Berufsfachschule Sozialpflege: Leon Braun (1,0), Tobias Erhard (1,0), Katy Mehnert (1,1),

Claver Irie (1,3), Laura Gue (1,4), Lena Kleinhenz (1,4) und Luisa-Christin Rohner (1,50).

Berufsfachschule Kinderpflege: Laura-Sofie Ehnes (1,1); Julia Hoch (1,1) undSelina Greier (1,4).