Fahrradfahren liegt im Trend. Das zeigte sich jüngst am Pfingstwochenende, als zahlreiche Biker in der Rhön unterwegs waren. Nicht alle blieben auf den Wegen. Ob unbewusst - wegen fehlender Schilder - oder bewusst, weil die Strecke nicht attraktiv genug ist: Das sorgt für Probleme. Andreas Schubert aus Geroda hat deshalb die Initiative ergriffen. Er arbeitete verschiedene kostenpflichtige mehrtägige Touren aus, die Radsportler online buchen können.

Schubert ist vom Fach, er begleitete das mit EU-Mitteln geförderte Projekt zum Thema Mountainbikestrecken in der Rhön im Landkreis Bad Kissingen. Im Zuge dessen lernte der Mountainbike-Enthusiast zahlreiche verschiedene Strecken kennen. Sein Antrieb: "Die Mountainbiker und Fahrradfahrer brauchen so etwas wie den Hochrhöner." Denn in manchen Bereichen des Weges könnten Biker die Belange von Wanderern stören.

Langjährige Arbeit für Rhöner Sportler

In den vergangenen sechs Jahren betrachtete Schubert sämtliche Strecken in der Rhön nach verschiedenen Gesichtspunkten: "Wo darf ich fahren, wo soll ich nicht fahren und was ist naturschutzrechtlich möglich?" Im Herbst 2019 standen schließlich drei Touren fest, von denen zwei für das Mountainbike geeignet sind, während die dritte Tour vornehmlich Rennrad-Fahrer ansprechen soll. "Die kürzeste Mountainbike-Strecke ist etwa 150 Kilometer lang und orientiert sich am Verlauf des Hochrhöners", sagt Schubert.