Voraussichtlich bis Ende Mai müssen sich die Verkehrsteilnehmer, die den Maria-Ward-Weg nutzen wollen, noch gedulden. Denn erst dann ist die Straße für den Verkehr freigegeben.
Die Freigabe des Weges ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der Fertigstellung, so Dennie Back vom Referat Tiefbau der Stadt Bad Kissingen. "Danach müssen noch die Grünarbeiten erledigt werden." Die Begrünung der Randbereiche übernimmt die Firma Fösel Garten- und Landschaftsbau aus Eltmann. "Die Firma wird Rasen aussäen und außerdem einige Bäume anpflanzen", führt Back aus. Bis es so weit ist, gibt es für die Firma Ullrich aus Elfershausen jedoch noch eine Menge zu tun.


175 Meter zu pflastern

Insgesamt pflastern die Arbeiter bei einer Gesamtlänge von 235 Metern 175 Meter. Bei dem Pflaster handelt es sich um eine spezielle Konstruktion: "Die Steine sind verzahnt, so dass ein Verrutschen der Steine nicht möglich ist. Das wird außerdem durch den Gewölbeaufbau des Bodenbelages unterstützt", erläutert Back. Durch ihre Maße haben die Steine einen weiteren Vorteil gegenüber normalen Pflastersteinen: Bedingt durch ihre Abmessungen, müssen die Arbeiter auf der Baustelle keine Steine zurecht flexen.
Für den Weg benötigen die Arbeiter rund 22 000 Pflastersteine, die ein Gewicht von circa 240 Tonnen auf einer Fläche von etwa 730 Quadratmetern ergeben. Dies stellt bei der aktuellen Witterung eine schweißtreibende Arbeit dar, bringen manche Steine doch durch ihre spezielle Bauart mehr als 16 Kilogramm auf die Waage.
Rund 20 Meter pro Tag"Wir schaffen pro Tag etwas weniger als 20 Meter zu pflastern", äußert sich Klaus Kürschner, einer der Arbeiter auf der Baustelle. Schwer machen ihnen die Arbeit vor allem randalierende Jugendliche, die ihre Schnaps- und Bierflaschen auf dem Areal entsorgen würden. Daher stünden häufig erst Aufräumarbeiten an, bevor das Pflastern des Weges fortgeführt werden könne. "Ein anderes Problem war die Witterung, die die Arbeiten am Maria-Ward-Weg verzögert hat" , ergänzt Back.


Umfangreiche Tiefbauarbeiten

Häufig konfrontieren ihn Bürger mit den Vorwürfen, warum der Maria-Ward-Weg noch nicht fertiggestellt sei. Hier verweist er auf die umfangreichen Tiefbauarbeiten: " Viele sehen nicht, was unter der Fläche liegt, wir haben zum Beispiel einen größeren Kanal verlegen lassen, Wasser-, Strom-, Fernwärme- und Glasfasernetze erneuert oder ausgebaut".
Nach der Fertigstellung verbindet der Maria-Ward-Weg den Pater-Reinisch-Weg und die Schurzstraße. Somit wird eine direkte Verbindung zwischen dem Geschwister-Scholl-Platz und den städtischen Einrichtungen Musikschule und Jugend- und Kulturzentrum hergestellt.
Eine neue Heimstatt findet auch das Technische Hilfswerk am Maria-Ward-Weg. Hier sollen als nächster Schritt Fenster eingebaut werden. Anschließend könne man mit dem Innenausbau beginnen. Daneben stünden außerdem die Außenanlagen auf dem Plan.
"Unser neues Gebäude ist voraussichtlich gegen Ende des Jahres fertig", weiß Andreas Kiesel, der Ortsbeauftragte vom THW Bad Kissingen. Die feierliche Einweihung des Gebäudes sei jedoch erst für 2019 angedacht. "Das machen wir, wenn es dann wärmer ist."