Jürgen Wolf will den Ausflugsverkehr jetzt langsam wieder anlaufen lassen. Er hat vor, erst einmal mit einer Fahrt ins Blaue zu beginnen. Aber die Nachfrage sei noch sehr verhalten, sagt er. Viele, die sonst gerne an solchen Ausflügen teilgenommen haben, sind älltere Menschen und haben jetzt Angst vor einer Ansteckung.

Andere scheuen die bestehende Maskenpflicht im Bus, weiß auch Jürgen Wolf aus Gesprächen. Auch Vereinsausflüge, die vor Corona von den Unternehmen durchgeführt wurden, würden derzeit noch so gut wie nicht angefragt.

Gewaltiges Zusatzpensum an Arbeit

Für die Reisebusunternehmer ist der Aufwand enorm hoch geworden ist. Nicht nur die Hygienevorschriften müssen eingehalten werden; die Dokumentation, die der Busfahrer während einer Tour leisten muss, sei dadurch gewaltig, sagt Jürgen Wolf. Hinzu kommt, dass die Ausflugslokale, die von Bussen angesteuert werden, oftmals mehr Ruhetage haben als früher, so dass die Planung schwieriger wird.

Reisen mit Hürden

Von den eigentlich so beliebten Busreisen ins benachbarte Ausland redet er da noch gar nicht. Bei einer Fahrt an den Gardasee mussten die Busse drei Länder mit jeweils unterschiedlichen Corona-Regeln durchqueren. Außerdem sei die Haftungsfrage im Infektionsfall in jedem Land anders. "Das macht den Reiseverkehr sehr kompliziert".