Alle acht Berufsintegrationsklassen (BIK) der staatlichen Berufsschule Bad Kissingen haben mit ihren Klassenleitern, Sozialpädagogen des Kooperationspartners bfz Schweinfurt und DAZ Lehrkräften die Sonderausstellung "Struwwelpeter. Kinderschreck und Kultfigur" im Museum Obere Saline besichtigt.

Der Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann suchte im Jahr 1844 nach einem passenden Bilderbuch für seinen dreijährigen Sohn Carl. Schließlich kaufte er ein leeres Schreibheft und dichtete und zeichnete dem Buben selbst ein Bilderbuch, den Struwwelpeter. Das Buch besitzt nach wie vor eine ungebrochene Faszination bei Kindern und Eltern, die sich bei der Lektüre gern an die eigene Kindheit erinnern. Die Ausstellung im Museum Obere Saline zeigte im Frühjahr Struwwelpeter-Ausgaben aus allen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts, Spiele, Puppen, Beispiele aus Musik und Film sowie Alltagsgegenstände bis hin zu einer Haarschneidemaschine "Struwwelpeter".

Zusammen mit Hilla Schütze lernten die Schüler unterschiedlichster Nationen dieses bekannteste aller deutschen Kinderbücher näher kennen. Gibt es ähnliche Kultfiguren wie den Struwwelpeter in der Kinder- und Jugendbuchliteratur ihrer Herkunftsländer? In der dialogischen Führung mit Hilla Schütze stand der kulturelle Austausch mit den Schülern im Mittelpunkt. Hilla Schütze erklärte den Schülern auf einzigartige, sehr persönliche und liebevolle Weise die Ausstellung. Jede Klasse wurde von ihr am jeweiligen sprachlichen Kenntnisstand und Wissensstand abgeholt, so dass es sowohl für die Schüler als auch für die begleitenden Lehrkräfte ein lehrreicher, informativer und amüsanter Ausflug war. Je nach Interessenslage warfen die Klassen im Anschluss an den Ausstellungsbesuch auch noch einen Blick in das Bismarck Museum und in die Spielzeugwelt.