Die Leitung hatte diesmal stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Krüger. Mitarbeiter Waldemar Pantow erläuterte an vielen Beispielen die technischen Möglichkeiten und Vorteile der digitalen Erfassung von Patientendaten. Gerade im Fall von lebensbedrohenden Ereignissen wie Schlaganfall sei die blitzschnelle Datenübermittlung an Kliniken und Fachärzte überlebenswichtig.


70 digital vernetzte Regionen

Die Erfolgsgeschichte der Telemedizin zeige sich in der Ausweitung auf derzeit 70 digital vernetzte Regionen, vor allem in Süddeutschland. Medizinische und pflegerische Praxis seien eng verbunden. An den häufig verwendeten englischen Begriffen, wie zum Beispiel Care Management, sollte man sich nicht stören. Ursprung des Telemedizinzentrums Bad Kissingen war die Förderung durch das Bayerische Gesundheitsministerium und den Landkreis Bad Kissingen. Bad Kissingen sei eine Modellregion und anderen Bereichen Bayerns um 15 Jahre voraus. Hingewiesen wurde unter anderem auf die geringe "Ärztedichte" in ländlichen Regionen und das teilweise hohe Alter der Mediziner.

Im Zentrum für Telemedizin (ZTM) kooperieren unterschiedliche Gesundheitsdienstleister und Technologieanbieter. Unter dem Dach des ZTM seien sie effizient miteinander vernetzt. Hingewiesen wurde auf die großen Fachkliniken in Unterfranken, wie das Leopoldina in Schweinfurt und die Neurologische Klinik in Bad Neustadt. Beim digitalisierten Rettungswesen seien die Patientendaten blitzschnell verfügbar. Auch die Nachsorge, das Care Management, in Zusammenarbeit mit Ärzten oder Fachärzten sei mitunter recht zeitsparend. Am Ende seines Vortrags, bei dem er auf Diskussionsbeiträge - Kosten und Datenschutz - einging, wies Waldemar Pantow auf aktuelle Forschungsansätze hin. So werde versucht, mit Hilfe von Pflegebrillen die außerklinische Intensivpflege zu ermöglichen. Für seinen Vortrag erhielt Waldemar Pantow reichen Applaus.


Mitgliederentwicklung und Termine

Helmut Kolb, der SEN-Generalsekretär, nannte die neueste Mitgliederzahl im Kreisverband. Sie beträgt 532. Einen Ortswechsel gibt es beim Faschingsnachmittag der CSU-Senioren-Union. Er findet am 7. Februar, ab 14 Uhr, in Obererthal (Landgasthof "Zum Stern") statt. Noch nicht genau terminiert ist eine Zusammenkunft mit Fischessen in Arnshausen im März. Eine Ankündigung folgt.
Helmut Kolb wies darauf hin, dass es für die SEN-Jahresfahrt zum Lago Maggiore und Comer See vom 2. bis 7. Juli noch Anmeldemöglichkeiten gibt.