Vom Riesenrad bis zum Weltraumbahnhof auf 20 Quadratmetern Fläche: Eine phantasievolle Stadt mit allem Drum und Dran war das Ergebnis der drei Lego-Bautage im Bad Kissinger Jugend- und Kulturzentrum. Mehr als 40 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren hatten von Mittwoch bis Freitag aus hundert kompletten Bausätzen nach Anleitung gebastelt, aber auch mit unzähligen losen Teilen nach eigener Vorstellung gebaut. Etwa 350 000 Lego-Teile hatte der Verein "Das Kunterbunte Kinderzelt" aus Schlüchtern getreu seinem Motto "Freude bereiten - Not begegnen" zur Verfügung gestellt. Mit seinen Erlösen unterstützt der Verein einen Kindergarten und ähnliche Einrichtungen in Rumänien.

Pünktlich um 12.30 Uhr standen die vielen Mamas und Papas am Freitag zum Abschluss der Lego-Bautage vor dieser kunterbunten "Fantasy City". Was gab es da nicht alles zu bestaunen! Außer den in einer Stadt notwendigen Häusern, Straßen und Autos hatten die Kinder in mehreren Teams zwei Bahnhöfe mit fahrenden Zügen und eine Feuerwehrstation aufgebaut. Beeindruckend war aber auch der Rummelplatz und vor allem das große Riesenrad mit seinen vielen Einzelteilen. Sogar einen Flughafen mit Jumbojet und gleich daneben einen Weltraumbahnhof hatten die jungen Stadtplaner nicht vergessen. An dessen drei Rampen warteten Raketen und Raumfähren auf ihren Start.

Interessant aus Erwachsenensicht waren die etwa zwanzig unterschiedlichen Fortbewegungsmittel, die sich die Kinder in der Erfinderwerkstatt ausgedacht hatten. Erlaubt war alles, was fliegen, fahren oder tauchen konnte. Bemerkenswert war die dazugehörige Beschreibung über Ausstattung und Fähigkeit der ausschließlich futuristisch anmutenden Fahrzeuge, die manchen Erwachsenen schmunzeln ließ.

Da war zum Beispiel der "Banditen-Kampfjet" von Amelie und Benni zu bewundern, ausgestattet mit modernsten Laserkanonen, Flammenwerfer und einem Enterhaken. David hatte sich dagegen für einen "Racer" entschieden mit extrem guter Federung, ausgezeichneter Lenkung, einem Sonnenschutz für den Fahrer und WLAN-Verbindung im Cockpit. Umweltfreundlicher als die meisten Fahrzeuge schien das Vehikel mit Turboantrieb 6 000 zu sein, das zu Land, zu Wasser und in der Luft gleichermaßen einsetzbar war und mit seinem Wasserverbrennungsmotor während der Fahrt zusätzliche Energie gewann. Besonders luxuriös waren zweifellos die Massagesitze für Pilot und Fahrgäste.