Den Jugendlichen der Großgemeinden ein Forum für ihre Ideen zu geben, war Ziel der Jungbürgerversammlung, die Manuel Müller vom Verein Pro Jugend Landkreis Bad Kissingen im März veranstaltet hatte. Die Ergebnisse einer Jugendbefragung von 2017 wurden in Workshops zu den Themen "Freizeitflächen", "Die Jugend feiert" und "Zukunftswerkstatt- Dorfgestaltung" besprochen und in der anschließenden Jungbürgerversammlung dann mit dem Bürgermeister diskutiert. Die Ergebnisse des Treffens trug Jugendarbeiter Müller dem Gemeinderat Oerlenbach anschaulich strukturiert vor.

So wünscht sich die Jugend, dass die Gemeinde die schadhaften Stellen am Skaterplatz ausbessert, dort eine größere Fläche asphaltiert und eine Gleitschiene einbaut. Das könne man dann mit einem "Skater Contest" einweihen, um damit alles zu bezahlen.

Beim Faschingsumzug möchten die Jugendlichen gerne einen eigenen Wagen gestalten und sie wünschen sich eine Fläche , auf der sie Graffitis sprühen dürfen. Sie versprechen, sich bei der Gestaltung der Jugendtreffs handwerklich einzubringen, wollen aber auch bei der Einrichtung mitreden und selbst kreativ werden.

Nicht alles - wie der Wunsch nach einem Schnellrestaurant in der Gemeinde - liegt in unserer Verantwortung, erklärt Bürgermeister Franz Kuhn: "Aber wenn wir die Vorschläge ernst nehmen, dann identifizieren sich die Jugendlichen auch mit der Gemeinde". Auch Gemeinderat Reinhard Landgraf begrüßt die Initiative und versprach: "Wir wollen die Kommunikation mit der Jugend nicht abreißen lassen".

Alexander Böse, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschuss stellte die Jahresrechnung 2017 vor , die bei einem Gesamthaushalt von 11, 682 Millionen Euro mit 7,478 Millionen im Verwaltungs- und 4,205 Millionen beim Vermögenshaushalt abschließt. In 2017 konnten 1,446 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt und 2,232 Millionen Euro der allgemeine Rücklage zugeführt werden. Die Gemeinde weist Ende des vergangenen Jahres 1,460 Millionen Euro Verbindlichkeiten aus. Damit sinkt die Verschuldung der 5079 Einwohner um 46 auf 287 Euro pro Kopf.

Beim Bau eines Einfamilienhauses in der Schillerstraße in Oerlenbach werden kleine Abweichungen vom Bebauungsplan genehmigt und auch der Umwidmung einer landwirtschaftlichen Halle in eine teilweise gewerbliche Nutzung in Eltingshausen steht nichts im Wege.

Indessen geht der Ausbau des Gemeindebauhofs weiter. Für das Büro des Leiters, den Aufenthaltsraum und die Umkleideräume für Damen und Herren genehmigt der Rat die veranschlagten knapp 15 000 Euro. In diesem Zusammenhang dankten die Gemeinderäte aus Eltingshausen dem Bauhof ausdrücklich für die tadellose Umsetzung und sorgsame Gestaltung des Spielplatzes an der Bayernstraße. Für den Mannschaftsraum der Feuerwehr Rottershausen werden 70 Stühle und zwölf Tische genehmigt, die Qualität der Materialien wird aber nochmals geprüft.

In der Eltingshäuserstraße verschwindet ein Stück Nostalgie: Die markanten Peitschenleuchten aus Beton im "60er Jahre Look" haben ausgedient. Trotz Kosten von 28 000 Euro: Alu statt Beton, dimmbar und mit sparsamen Leds ausgestattet. Da hat auch die markante Form keine Chance.