Horst Geis hat seit vielen Jahren eine Vision: Die Menschen sollen in ihrer Heimat alt werden, dabei aber auf professionelle Unterstützung, sei es in der Pflege aber auch im sozialen und mentalen Bereich, nicht verzichten müssen. Nach Jahren der Planung, Überlegung und Recherche soll diese Vision nun Realität werden.

Ein erster Schritt war die Gründung des "Christlichen Caritasverein Sandberg e.V". Der Verein wurde bereits im Dezember 2016 gegründet, das Jahr 2017 wurde genutzt um eine Satzung aufzustellen und die kirchliche Anerkennung durch das Bischöfliche Ordinariat Würzburg zu erlangen.
Welche Ziele verfolgt der Verein? Es soll eine Einrichtung, eine Tagesstätte beziehungsweise Tagespflegestätte in der Gemeinde Sandberg für die Bürger aller Ortsteile geschaffen werden, in der älteren Mitbürgern die Möglichkeit gegeben wird, sich tagsüber von 7 bis 18 Uhr an sechs Tagen in der Woche versorgen zu lassen. "Die Kosten für den Aufenthalt werden in Christlicher Fürsorge moderat und für jeden erschwinglich gestaltet", betonte Horst Geis, der zum Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde.

Doch nicht nur die Versorgung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie pflegerische Versorgung sei angedacht, sondern auch die Förderung der geistigen und sozialen Aspekte. "Die geistige, körperliche sowie leibliche Versorgung sollen Garant für ein vitales, gesundes und lebensfrohes Miteinander in der Einrichtung sein", fasste es Geis zusammen.
Durch fordern und fördern solle vor allem die kognitive und koordinative Mobilität und somit das Wohlbefinden der Gäste auf einem Höchststand ihrer Fähigkeiten stabilisiert werden. "Einsamkeit, Hilflosigkeit und Freudlosigkeit haben für die sich uns anvertrauten Menschen keine Gültigkeit mehr", betonte Geis. "Dies ist der Anspruch den unsere christlich-caritative Vereinigung in Sandberg sich zum Ziel gesetzt hat."


Hilfe für Senioren daheim

Das Konzept sehe weiterhin auch vor, dass älteren Mitbürger aus allen Ortsteilen, die nicht in die Tagesstätte sondern lieber in ihrem zu Hause bleiben möchten, auch, und sofern sie Bedarf haben, notwendige und fürsorgliche Hilfeleistungen angeboten werden. "Diese Hilfeleistungen, außer pflegerischen Maßnahmen, sollen den Bürgern eine lebenswerte und menschenwürdige Versorgung ihrer Lebensbedürfnisse sichern", so Geis in seinen Erläuterungen. Zugesichert werde zudem, dass die Kosten zum tatsächlich entstandenen Kostenaufwand abgerechnet werden.

Als weiterer Schritt sei auch daran gedacht, durch Erweiterung der Einrichtung, auch Heim- und Pflegeplätze für ältere Mitbürger der Walddörfer und darüber hinaus zu schaffen, schloss Geis seine Ausführungen. Wo soll dieses Vorhaben umgesetzt werden? Bürgermeisterin Sonja Reubelt sprach von einem Neubau, der entsprechenden den Voraussetzungen, die eine solche Einrichtung benötige erstellt werden soll. Die Tagesstätte sei nicht nur eine Bereicherung für ältere Menschen, sondern auch für die Angehörigen, die unter Umständen berufstätig und damit tagsüber nicht vor Ort sind. "Sie wissen ihre Eltern in unserer Einrichtung gut aufgehoben und versorgt." Den Verein sehe sie nicht als Konkurrenz zu gewerblichen Pflegediensten oder der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe der Pfarreiengemeinschaft.


Info-Veranstaltungen geplant

Die nächsten Schritte: Im Frühjahr werden Informationsversammlungen in allen Ortsteilen stattfinden, um Mitglieder für den neuen Verein zu gewinnen. "Unser Ziel ist es 1500 Mitglieder zu bekommen", so Geis. Außerdem ist eine Bedarfsanalyse vorgesehen und Sponsoren sollen für das Projekt gewonnen werden. Gleichzeitig soll die bauliche Umsetzung in Angriff genommen werden.

Am 3. Juni soll eine Gründungsfeier mit einem Gottesdienst in der Sandberger Kirche und anschließendem Festbetrieb in der Pfarrscheune stattfinden. 21 Interessierte gründen den Verein, dem Horst Geis (Sandberg) als Vorsitzender vorsteht, seine Stellvertreterin ist Bürgermeisterin Sonja Reubelt (Schmalwasser), 3. Vorsitzender ist Günther Metz (Kilianshof). Die Kasse führt Bernd Pallin (Waldberg) und als Schriftführerin ist Gisela Seuffert (Sandberg). Als Beisitzer gehören dem Verein an: Jürgen Geis (Sandberg), Dirk Kessler (Langenleiten) und Pfarrer Hubert Grütz.
Ausdrücklich betonte Geis, dass er von Anfang bei Pfarrer Hubert Grütz auf Aufgeschlossenheit und Unterstützung gestoßen sei. Ebenso bei Bürgermeisterin Sonja Reubelt, die maßgeblich bei der Erarbeitung der Satzung unterstützte.