"Weniger planen und mehr leben", dies bezeichnet Michael Völkel vom Helferkreis als Fazit aus seinen Erfahrungen bei der Arbeit mit Flüchtlingen. Er engagiert sich seit mehreren Jahren mit einigen anderen im Helferkreis in Ebenhausen und gibt Deutschunterricht für die Asylbewerber.

Beim Lernen der deutschen Sprache ergeben sich immer wieder Exkurse zur Geschichte, zur Erd- und Heimatkunde, teilweise sogar zur Sozialkunde. So entstand die Idee zu einem Ausflug ins Freilandmuseum nach Fladungen, wo all dies erfahrbar ist. Dadurch könne man den in der Flüchtlingsunterkunft Ebenhausen wohnenden Familien die Möglichkeit geben, bei einem gemeinsamen Ausflug das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Die Anreise ist außerdem kurz und das Museum hat mit seinen zahlreichen Angeboten vor allem für Kinder viel zu bieten. Allerdings mussten die Helfer bei der Planung den muslimischen Fastenmonat Ramadan berücksichtigen. Im Moment leben in der Flüchtlingsunterkunft in Ebenhausen etwa 30 Personen, davon ungefähr die Hälfte im Kindesalter. Verschiedene Nationalitäten wie Afghanen, Armenier, Ukrainer, Tschetschenen, Russen und Somalier sind vertreten.

Nicht nur aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse, sondern auch wegen der unterschiedlichen Gepflogenheiten treten beim Organisieren immer wieder Schwierigkeiten auf. Die einheimischen Helfer haben gelernt, dass man nur mit viel Geduld, wiederholter persönlicher Ansprache und reichlich Toleranz ans Ziel kommt.