Höhepunkt der Mitgliederversammlung des Bad Kissingen war eine hohe Auszeichnung. "Liebe Helena", so leitete Präsidentin Maren Schmitt zur Würdigung von Helena Scharf über und beschrieb sie als treibende Kraft, als treues Vereinsmitglied, die Gäste stets liebevoll betreute, die junge Leute für den Verein und für Verantwortung im Verein begeistern konnte, die interessante Fahrten organisierte sowie alle Positionen von Beisitzerin bis Präsidentin in der Vereinsführung innehatte. Sie sei das Symbol des Vereins für "gelebte Partnerschaft, die von vielen Menschen getragen wird", so Schmitt, und deshalb beschloss der Vorstand einstimmig, Helena Scharf mit der "Ehrenmitgliedschaft" zu würdigen.

Gestaltung für neuen Platz

Mit dem "Platz der Partnerstädte" werde die enge Verbindung zu den Kissinger Partnerstädten Vernon, Massa und Eisenstadt dokumentiert, sagte Präsidentin Maren Schmitt im Rahmen der Mitgliederversammlung des Städtepartnerschaftskomitees, "und wir sind dankbar, dass die Stadt unseren Vorschlägen zugestimmt hat".

Der Platz an der Kreuzung Maxstraße/Von-Hessing-Straße symbolisiere die 60-jährige Verbundenheit, die Corona bedingt ein Jahr später gefeiert und mit den Bürgermedaillen für tragende Säulen dieser gelebten Gemeinschaft - unter anderem für Helena Scharf - ihren Höhepunkt gefunden habe, so die Präsidentin in ihrem Rückblick. Im Rahmen der Feierlichkeiten gab es am "Massa-Brunnen" zwar einige Irritationen und leider konnten aufgrund der Pandemieregelungen nicht alle bei den Feierlichkeiten dabei sein, die man gern als Gäste gesehen hätte, aber diese besondere Zeit erfordere Rücksicht und Verständnis.

Schmitt bedauerte, dass 2020 "nicht alle Veranstaltungen stattfinden konnten beziehungsweise anders als geplant stattgefunden haben" und auch die vereinsinterne Kommunikation lief oft auf digitalen Wegen. Anhand von Fotos erfolgte der Rückblick auf die Aktivitäten wie ein italienischer Abend anlässlich der Verbindung mit Massa, auf die digitalen Stammtische mit Gästen aus den Partnerstädten und virtuellen Pinwänden mit Rezepten zur Weihnachtszeit oder auf eine digitale Weinprobe, wobei drei Weine "analog" verkostet wurden.

Präsidentin Schmitt dankte Hans Wild für die Erstellung eines Partnerschaftsfilms, der auch bei der Überreichung der Bürgermedaillen für Begeisterung sorgte, und für den Verkauf beziehungsweise die Versteigerung des dazugehörigen "Partnerschafts-Posters" - dies brachte insgesamt 600 Euro als Spende für die Kinderkrebsstation "Regenbogen" in Würzburg. Für das nächste Jahr habe der Vorstand die 234 Mitglieder im Blick, die trotz weniger Aktivitäten dem Verein die Treue gehalten haben, und denen man wieder mehr Veranstaltungen anbieten möchte.

Schatzmeister Johannes Brath musste im Jahr 2020 einige Sonderbuchungen und vor allem Rücküberweisungen vornehmen, denn die bereits getätigten Anzahlungen für die ausgefallenen Vereinsfahrten verursachten ein Defizit in der Kasse. Was im Jahr 2019 als Überschuss in der Vereinskasse verbucht worden war, führte im abgelaufenen Jahr durch die Rückzahlungen zu einem Defizit. Trotzdem waren die Kassenprüfer mit der ordentlichen und übersichtlichen Kassenführung einverstanden und lobten den gesicherten Kassenstand. Nachfolgend stellte Johannes Brath den Haushaltsansatz 2022 vor, der die veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigte und auch einen Betrag für die Gestaltung vom "Platz der Städtepartnerschaften" enthielt - seine Einschränkung: "Die Investitionen hängen vom Erfolg der geplanten Aktivitäten ab."

Höhere Zuschüsse für 2022 eingeplant

Diese Aktivitäten schilderte Maren Schmitt, wobei sie die übliche Vereinsfeier im Januar 2022 eher kritisch sah und alternativ einen Tagesausflug vorschlug. Dagegen möchte man im Frühjahr die Kontakte zu den Partnerstädten Massa, Vernon und Eisenstadt durch "Präsidiumsfahrten" wiederbeleben, unter anderem auch in Bezug auf den wichtigen Schüleraustausch, der Pandemie bedingt zum Erliegen kam. Hierfür sind auch höhere Zuschüsse im Etat 2022 eingeplant.

Für Mai 2022 ist eine Fahrt nach Massa vorgesehen, wobei man auf die Anmeldeliste der ausgefallenen Fahrt im Jahr 2020 zurückgreife. Die Stammtische als "Brunnen neuer Ideen" möchte Schmitt so lange wie möglich als Präsenzveranstaltung durchführen und verwies in diesem Zusammenhang auf die Homepage, auf der diese und weitere Termine und Informationen abzurufen sind.

Auch Thomas Leiner als Stadtratsbeauftragter für Städtepartnerschaft wünschte, dass wieder mehr Aktivitäten durchgeführt werden können und dankte dem Verein für das Engagement im Rahmen des Jubiläums und für die Ideen zum neuen "Platz der Partnerstädte" - die Stadt werde sich sicherlich mit einem Haushaltsansatz revanchieren.