Der Markt will Nägel mit Köpfen machen. Deshalb erstellte der Gemeinderat im April in einer zweitägigen Klausur ein Leitbild der angestrebten Ziele bis zum Jahr 2026. Bürgermeister Johannes Krumm stellte die zehn Hauptpunkte in der Ratssitzung zur Beschlussfassung vor.

Das Wohl der Marktgemeinde und seiner Bürger stehe dabei an vorderster Stelle. Ziel sei ein gutes Miteinander der Menschen in allen Ortsteilen, um so eine zukunftsfähige, nachhaltige und attraktive Heimat zu schaffen. Im Gemeinderat soll ein respektvoller und konstruktiver Umgang helfen, den Markt zielorientiert und auf die kommenden Jahre ausgerichtet zu gestalten.

Ortsentwicklung und Ortsbild betreffend will Elfershausen die Identität seiner Ortsteile erhalten und Wohnraum schaffen. Dorferneuerungskonzepte sind bereits angelaufen, die Innenentwicklung wollen die Verantwortlichen vorantreiben und Leerstand entgegen wirken. Im Sektor Wirtschaft - Infrastruktur und Arbeit ist vorgesehen, bestehendes Gewerbe zu fördern sowie Neuansiedlungen und die Entstehung von Arbeitsplätzen vor Ort zu unterstützen.

Ein wichtiger Punkt sind auch der Tourismus, die Naherholung und das Freizeitangebot. Gefördert werden soll ein sanfter und verträglicher Tourismus, von dem die Gemeinschaft profitiert. Darum wird sich der Arbeitskreis "Tourismus und Verbesserung der Lebensqualität" kümmern, der aber erst noch gebildet werden muss. Dem demografischen Wandel setzt der Markt den Erhalt und Ausbau notwendiger Infrastruktur und Maßnahmen zur Steigerung der Lebens-Qualität entgegen.

Ein gesunder, nutzbarer und klimaresistenter Wald, der Schutz, Nutzen und Erholungsfunktion im ausgewogenen Maße bietet, ist das ziel bei den Themen Wald, Naturschutz und Umwelt. Das Landschaftsbild und der Artenreichtum sind deshalb zu erhalten und zu fördern. Dies gilt auch für das Vereinsleben, Ehrenamt und die Kultur. Für alle Altersgruppen, soziale Schichten sowie Hilfsbedürftigen in allen Ortsteilen soll ein attraktives Umfeld geschaffen werden.

Last not least geht es auch um die Energiewende. Wie der Rat unterstreicht, steht er für erneuerbare, dezentrale und umweltverträgliche Lösungen. "Wir sind für den Ausbau vorhandener, aber gegen den Bau zusätzlicher Stromtrassen", manifestierten die Klausurmitglieder. Der Leitlinie stimmte der Rat zu.

Krumm präsentierte anschließend eine Liste detaillierter Projekte, die der Marktgemeinderat "unverbindlich anstrebt". Einige davon stehen bereits im Investitionsprogramm. Gegen die dieses Konzept gab es jedoch Einwände, da sich mehrere Räte auf die Umsetzung vordatierten der Projekte "nicht festnageln" lassen wollten. Gegen zwei Stimmen kam das Gremium überein, dem Leitbild zuzustimmen, die Liste jedoch nur in den Bürgerversammlungen bekanntzugeben und nicht auf der Homepage zu veröffentlichen. "Das Leitbild ist eine brauchbare Analyse und geht voll in Ordnung. Doch die Projekte sind noch zu diskutieren", fasste Dritter Bürgermeister Volker Partsch zusammen.

Aus nichtöffentlicher Sitzung teilte Krumm mit, dass der Antrag in Höhe von 10 000 Euro aus dem Förderprogramm Innenentwicklung bewilligt ist. Für das Wasserrückhaltebecken im Machtilshausener Baugebiet "Am Kehrweg II" ist die Genehmigung abgelaufen. Zur Erstellung neuer Antragsunterlagen ging der Auftrag an das Würzburger Büro Auktor.