Sanierungsarbeiten am alten Rathaus in Wartmannsroth, Umbauten am Feuerwehrhaus und Sportheim in Schwärzelbach sowie eine neue Aula für die Grundschule in Dittlofsroda waren die Schwerpunktthemen für den Gemeinderat am Donnerstag. Dies seien alles Projekte, die im Vorfeld schon vom vorangegangenen Gemeinderat angestoßen wurden, brachten Bürgermeister Florian Atzmüller (CSU) und der Hammelburger Architekt Thomas Ruser in Erinnerung.

Für die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen am Feuerwehrhaus und am angrenzenden Sportheim in Schwärzelbach stellte die Gemeinde Wartmannsroth einen Bauantrag und brachte das Projekt somit auf den Weg. Planer Ruser bezifferte das Umbauprojekt auf rund 800.000 Euro. Als einige der vielen Maßnahmen erwähnte er zum Beispiel die neuen WC-Anlagen, die Sanierung der Gebäudetechnik und einen zusätzlichen Abstellraum im Küchenbereich. Für den Bauantrag gab es die einhellige Zustimmung. Atzmüller hofft auf die Zusagen ausreichender Fördermittel der Ämter und die Hilfe der Schwärzelbacher durch Eigenleistungen.

Schon im Jahr 2017 sei die Planung der neuen Aula für die Grundschule in Dittlofsroda vom damaligen Gemeinderat angedacht worden, sagte Ruser. Der neue Raum für die geplante Aula passt genau in den Flächenschenkel zwischen dem oberen und dem unteren Gebäudeteil der Schule. Ob denn weiterhin Gefahr durch Hochwasser drohe, wie es schon einmal der Fall war, wollten die Räte wissen. Ruser ging davon aus, dass die Hochwassergefahr durch geeignete Maßnahmen mittlerweile gebannt sei. Zeitliche Zielvorgabe für das halbe Millionen-Projekt sei der kommende Sommer. Ruser: "Dann sollten die Bauarbeiten in der Schulferienzeit erfolgen."

Räte besichtigen ehemaliges Rathaus

Vorgestellt wurde das Sanierungskonzept für das alte Rathaus, das die Räte noch vor Sitzungsbeginn inspizierten. Neue Fenster, neue Türen, Außenputz und Malarbeiten seien zum Beispiel nötig, so Ruser. Er betonte: "Wichtig ist vor allem die Sanierung des Rathausdaches". Ob da die bisher kalkulierten 200.000 Euro ausreichen? Ruser hofft, dass die entsprechenden Arbeiten bis zur Osterzeit 2021 über die Bühne gehen.

Auch die Umgestaltung des Rathausplatzes beschäftigte die Räte. Mit ihrem einstimmigen Beschluss gaben sie grünes Licht für das mit 1,1 Millionen Euro kalkulierte Projekt der Dorferneuerung Wartmannsroth. Und wie soll der Platz an der Linde in Schwärzelbach gestaltet werden? Nach Abriss des ehemaligen Gasthauses im Rahmen der Dorferneuerung ist dort nichts mehr geschehen, so dass der freie Platz bisher als Parkplatz genutzt wird. Mit ihrem Beschluss folgten die Räte dem Vorschlag der Teilnehmergemeinschaft, dort die noch zu schotternde Parkplatzfläche offiziell auszuweisen, die auch öffentlich - zum Beispiel für Kirchenbesucher - zur Verfügung stehen soll.

Nachtragshaushalt ist nötig

All diese Projekte kosten viel Geld. So ist es nachvollziehbar, dass heuer ein Nachtragshaushalt für das laufende Jahr 2020 fällig ist, den Kämmerin Sarah Schwender vorstellte. Außerdem seien zwei neue Mitarbeiterstellen im Bereich Bauhof zu besetzen, bestätigte Atzmüller. Anschaffungen im Kläranlagenbereich seien fällig, und ein neues Feuerwehrauto für Wartmannsroth sei im kommenden Jahr zu finanzieren.

Schwer einzuschätzen sei die Entwicklung der Steuereinnahmen, was angesichts der erheblichen Bauprojekte möglicherweise einen neuen Kredit der Gemeinde erfordere. "Die Tilgungen des bestehenden Kredits können jedenfalls geleistet werden", bestätigte Schwender. Der Nachtragshaushalt erhielt den Segen der Räte mit einhelligem Beschluss.

Vollendet seien die Kanalarbeiten in Völkersleier, gab Atzmüller bekannt. Er bedankte sich für die hohe Beteiligung der Eltern bei einer Fragebogenaktion im Kindergarten-Betreuungsbereich. Sein Dank ging auch an Egid Troll, der ein Insektenhotel für die Grundschule stiftete. In Umsetzung sei zurzeit die neue Straßenbeleuchtung für Dittlofsroda an der Wendeschleife durch die Hammelburger Stadtwerke.