Viele Gäste der Gastronomiebetriebe am Marktplatz haben kurz Schlimmes befürchtet, als am Samstagnachmittag zahlreiche Martinshörner aufheulten. Doch es war nur eine Sammelübung der Feuerwehren aus den Stadtteilen. Sie hatte allerdings einen ganz realistischen Hintergrund.

Die Großübung unter Leitung der Feuerwehr aus Untererthaler weckte bei manchem beteiligten Feuerwehrkameraden oder beim Zuschauer Erinnerungen an das Schadensfeuer, das vor zwei Jahren im Sägewerk Keß einen Millionenschaden verursacht hatte. Damals hatten die Feuerwehren rund sechs Wochen nach einer Übung vereint gegen den Ernstfall gekämpft.

Obendrein stand das Gebäude, das 2016 den Flammen zum Opfer gefallen war, bei der Sammelübung im Zentrum des Geschehens. Ein Unglück kommt selten allein, muss sich der Planer des Szenarios gedacht haben: Er setzte dem angenommenen Brandfall, verursacht durch zündelnde Kinder, noch eins drauf: einen Verkehrsunfall besorgter Eltern mit dem Fahrzeug des Grundbesitzers.

Diesen Einsatz bekamen die Rettungssanitäter der Hammelburger Feuerwehr unter der Leitung von Michael Ohmert in einer knappen halben Stunde trotz erschwerter Bedingungen in den Griff. Die eingetroffenen Feuerwehren bereiteten den Löschangriff auf das Gebäude vor, den die Drehleiter der Stadtfeuerwehr und Atemschutzträger aus Untererthal, Diebach und Westheim unterstützten.