Der Wald beschäftigt den Sulzthaler Marktgemeinderat wohl noch weitere Male. Auch in der jüngsten Sitzung konnte man sich nicht auf den Forstfinanzplan einigen, vielmehr wird Bürgermeister August Weingart den Geschäftsführer der FBG und den Revierleiter für den nächsten nichtöffentlichen Sitzungsteil noch einmal einladen, um aufgeschlüsselte Daten zu erhalten. "In Zukunft möchte ich nicht mehr über den Forstwirtschaftsplan abstimmen müssen, ohne vorliegenden Finanzplan", monierte Gabi Dehmer. Sie ging dabei die letzten zehn Jahre zurück, und noch nie sei dabei das prognostizierte Defizit so hoch gewesen. Weingart ging auf die Waldbegehung ein, bei der man viele Waldabschnitte in Augenschein genommen hätte. Die Waldwirtschaft sei nicht zuletzt aufgrund der Wetter-Einflüsse schwieriger geworden. "Früher hatte man Monate, in denen sicher Holz eingeschlagen und gerückt werden konnte, heute ist dies nicht mehr unbedingt der Fall", so der Bürgermeister.

Johannes Büttner und Andreas Sauerhöfer sahen den erhöhten Holzeinschlag als zu kurzfristig gedacht an, denn dadurch erhöhe sich der Pflegeaufwand in den Folgejahren enorm. Auch würde durch die vermehrte Sonneneinstrahlung der Waldboden schneller austrocknen und Schädlinge - wie jetzt der Schwammspinner - wohl begünstigt. Beim Wald sei das Finanzielle nicht das Wichtigste, entscheidend sei die Art der Bewirtschaftung. Es sei wohl unvorstellbar für die Bürger, wenn wir aus der Waldbewirtschaftung aussteigen, so Weingart.