In der Nähe des Waldcafés Hexenhaus, im Wald bei Oberthulba, liegt in einem Landschaftsschutzgebiet der Buchsee. Der Forstbetrieb, der Landschaftspflegeverband und die Untere Naturschutzbehörde wollen den Naturraum gemeinsam neu gestalten.

Die ersten Arbeiten sind schon sichtbar: Kiefern und Fichten im Umgriff des Sees sind gerodet. Einzelne markante Bäume oder Baumgruppen, vor allem Eichen, stehen nun frei. Die geschlagenen Kronen und Stämme lagern derzeit an den Waldwegen. Die Kronen sollen gehäckselt werden, das Stammholz wird verkauft.

Wohl im Herbst kommt der Buchsee selbst an die Reihe. Er wird ausgebaggert. Der Waldsee, der vom Oberflächenwasser gespeist wird, ist stark verlandet, wie Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/ Freie Wähler) bei einem Besichtigungstermin im Wald erklärte. Die letzte Pflegemaßnahme liegt seinen Angaben nach bereits 40 Jahre zurück.

Bei einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern und einer geschätzten Aushubtiefe von einem Meter werden rein rechnerisch 3000 Kubikmeter Bodenmaterial anfallen. Diese Menge muss irgendwo ausgebracht werden. Ursprünglich waren dafür drei Stellen im Wald geplant gewesen, wo das Aushubmaterial verteilt werden sollte. Doch das hätte unzählige Lastwagen-Fahrten auf den Waldwegen bedeuten. Diese sollen jetzt vermieden werden.

Daher wird das ausgebaggerte Material anders genutzt: Es wird direkt im Umfeld des Sees, eben auf den gerodeten Flächen, ausgebracht. Wie Schlereth erklärte, sollen mit Hilfe des Materials Äsungsflächen für das Rotwild entstehen. Die Tiere sollen Gräser und Kräuter auf den gerodeten Flächen fressen und nicht an die Baumknospen gehen. Denn im Wald in Oberthulba gibt es viele Verbissschäden durch Rotwild.

Bei den Arbeiten am Buchsee wird auch ein Ablauf hergestellt. Vor dem Ausbaggern muss das Wasser abgelassen werden. Außerdem müssen die Amphibien umgesetzt werden. Denn die Wasserfläche ist gut bewohnt, wie deutlich zu hören ist.