Die neue Halle der Genussbrennerei Lutz ist schon seit dem Vorjahr fertig gebaut. Jetzt wurde sie offiziell eröffnet. Darin befindet sich ein wahres Glanzstück, nämlich die ebenfalls neue Brennanlage für die hochprozentigen edlen Tropfen wie zum Beispiel das Windheimer Nüsslein. Mit Recht kann Andreas Lutz auf seine "Verschlussbrennerei" stolz sein. Es ist nicht nur technisch ein bewundernswertes Meisterwerk entstanden, sondern auch ein optischer Augenschmeichler. Hier verbinden sich Design und Geschmack.

"Das Wort Genussbrennerei passt ausgezeichnet zum frisch erworbenen Titel Genussort der Gemeinde Wartmannsroth", sagte Bürgermeister Jürgen Karle. Bayernweit habe man die Edelbrände als Kriterium für die ortsübliche Spezialität des Genussortes Wartmannsroth anerkannt. Mit der Investition für den Neubau zur Betriebserweiterung habe Lutz vorbildhaft etwas unternehmerisch gewagt, das ihm Bewunderung abverlange. Karle erzählte ein Erlebnis von seinem Österreichbesuch: "Dort wurde das Windheimer Nüsslein verkostet und von einer Hammelburger Besuchergruppe gelobt", sagte er. "Da braucht Ihr daheim nur ums Eck zu fahren, denn dieser Tropfen stammt aus der Genussbrennerei in Windheim", habe er den erstaunten Hammelburgern gesagt.

"Ein Genussort war die Gemeinde Wartmannsroth für die Heimischen immer schon, nun aber ist es offiziell", sagte Landrat Thomas Bold (CSU). Dass dieser Ort mit der Auszeichnung jetzt eine enorme Außenwirkung habe, könne er nur bestätigen. Mit im Boot seien die Dachmarke Rhön, die Leader-Projektförderung, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie die guten Edelbrenner aus diversen Ortsteilen.

"In meinem Neubauprojekt stecken 15 Jahre Erfahrung", sagte Lutz bei seiner Führung. Endlich habe er ausreichend Platz in der neuen Halle. So könne er flexibler reagieren. Keinen Einfluss habe er allerdings auf die Ernteerfolge, die zunehmend von unkalkulierbaren Unwettern abhängig seien. Über die Finanzen der Projektes wolle er sich nicht öffentlich äußern. Bekannt sind aber die Ausmaße der Hallengrundfläche, die rund 400 Quadratmeter umfassen.