Der Rückblick auf das vergangene Jahr und zahlreiche Ehrungen standen im Mittelpunkt eines sonst ruhigen Vereinsjahres der Freiwilligen Feuerwehr Wittershausen.
Der wichtigste Ursprung sei doch früher der Kameradschaftssinn in der Wehr gewesen, so Kommandant Elmar Sell in seinem Rückblick. Das aktuelle Desinteresse der Jugend am örtlichen Vereinsgeschehen spürt nun auch die Wehr gravierend. Mit Nichtanwesenheit glänzte der Nachwuchs auch am Versammlungsabend. Ein Trend, der sich scheinbar nicht aufhalten lässt. Mit Denise Büchner und Frank Strietzel haben zwei Aktive die THL-Prüfungen in Oberthulba erfolgreich absolviert. Neben einem Kellerbrand in Wittershausen wurde die Wehr zumeist für Straßensperrungen und kirchliche Anlässe herangezogen. An Leistungsprüfungen, auch in Kombination mit anderen Wehren, sei zurzeit nicht zu denken, da die Aktiven alle die höchsten Leistungsstufen erreicht hätten.
Ausbildung ist und bleibt wichtig, es geht schließlich um Menschenleben, so Dritter Bürgermeister Mario Götz in seinem Grußwort. Jeder Feuerwehrmann muss zumindest einen Grundstock an Ausbildung besitzen, auch in einer Dorffeuerwehr wie der von Wittershausen. Auch er sprach das Thema Jugendarbeit an. "Man müsse der Jugend vermitteln, dass sie nicht nur was zum Thema Feuerwehr, sondern besonders auch was Allgemeines fürs Leben in einem Verein lernen kann", so Götz weiter. Nicht nur die Atemschutzträger am Brandherd, sondern auch die kleineren Wehren, welche für die Verlegung der oftmals langen Schlauchstrecke eingesetzt würden, seien wichtig, hob Kreisbrandmeister Thomas Eyrich hervor. Weitere Themen waren die modulare Truppmann-Ausbildung, die Übungswoche in Wildflecken und der Einsatz des Digitalfunks.

Wichtiger Teil der Gemeinde

Vorsitzender Lothar Sell betonte, dass die Wehr aus dem Gemeinschaftsleben nicht wegzudenken ist. Florianstag, Vatertagswanderung, Johannisfeuer, Faschingskehraus, Backofenfest, Ausflugsfahrten nach Baye risch Gmain, Weinfahrten und der Christbaumverkauf sowie die Teilnahme am Ferienprogramm würden von der Ortsbevölkerung meistens gut angenommen.
Besonderes Lob hatte er für Elmar Sell parat, der in die Fußstapfen seines Vaters Willi trat und immer die tollen Wochenfahrten mit neuen Tagesprogrammen nach Bayerisch Gmain perfekt organisiert.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurden Frank Veth, Mathias Zink, Markus Zimmermann, Ullrich Weifenbach, Helmut Rink und Rainer Wüscher, für zusätzlich 25 Jahre aktiven staatlichen Dienst wurden Bernd Veth, Andreas Röder und Armin Kirchner ausgezeichnet. Weiter wurden Hermann Boos für 50-jährige, Otto Veth und Herbert Öhrlein für 60-jährige und Hans Sell für 65-jährige Treue zur Wittershäuser Wehr geehrt.
Zu Beginn der Versammlung verlas Schriftführer Daniel Bahn die Niederschrift, und Kassier Klaus Scharf berichtete über die Finanzen des Vereins. Seine einwandfreie Buchführung wurde von den beiden Kassenprüfer Theo Zink und Mathias Heilmann bestätigt. Turnusgemäß schied Heilmann aus dem Kassenprüfungsausschuss aus, als Nachfolger erklärte sich Eva Zimmermann bereit.
Zu den größeren geplanten Projekten im Jahre 2015 zählt die Neugestaltung der Außenanlage am Feuerwehrhausgelände. Hier liegen bereits Angebote vor. Frank Strietzel erinnerte an die Wichtigkeit der Rauchmelder. Er stelle sich gerne als Berater zur Verfügung, erklärte er.
In diesem Jahr stehen folgende Termine an: Am 30. April ist Maibaumaufstellung am Dorfplatz, am 3. Mai wird der Florianstag gefeiert, am 14. Mai ist eine Vatertagswanderung, am 19. Juni Johannisfeuer. Am 4. Juli findet ein Ausflug in einen Bierkeller statt, am 15. August Ferienprogramm. Vom 22. bis 24. August ist das Kirchweihfest, am 3. Oktober Backofenfest in Kombi mit Musikverein. Die Herbstwanderung bzw. Ausflugsfahrt ist am 10. Oktober geplant und der Christbaumverkauf am 13. Dezember.