34 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr legten am vergangenen Dienstag, 1. September, als Soldaten ihr feierliches Gelöbnis in der Saaleck-Kaserne in Hammelburg ab. Sie haben damit bekannt, für die Werte des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland einzutreten. Der Großteil dieser Soldaten wird in absehbarer Zeit einen Auslandseinsatz der Bundeswehr bestreiten.

Auf dem Appellplatz

Die 34 Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer der allgemeinen soldatischen Ausbildung (ASA) am Vereinte-Nationen-Ausbildungszentrum Bundeswehr (VNAusbZBw) traten zur Hälfte ihres dreiwöchigen Lehrgangs auf dem Appellplatz in der Saaleck-Kaserne an, um ihr feierliches Gelöbnis abzulegen - ein besonderer Tag im Leben eines Soldaten.

Ursprünglich sollte das feierliche Gelöbnis in der Öffentlichkeit auf dem Marktplatz der Patenstadt des Ausbildungszentrum in Karlstadt stattfinden. Neben den Soldaten sollten auch Angehörige, Freunde und Gäste aus nah und fern an diesem Ereignis teilnehmen können. All dies ist gegenwärtig leider weder denkbar, noch durchführbar, heißt es in der Pressemitteilung der Bundeswehr. Aufgrund der aktuellen Auflagen bezüglich der Corona-Pandemie wurde das Gelöbnis mit einer begrenzten Zahl an Gästen und mit einem verschlankten Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim in die Saaleck-Kaserne nach Hammelburg verlegt.

Die Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer sind allesamt zivile Mitarbeiter oder Beamte der Bundeswehr. Vom Anlagemechaniker über den Sachbearbeiter bis hin zum Truppenpsychologen leisten sie tagtäglich ihren Dienst für die Bundeswehr. Da sie in naher Zukunft für einen Auslandseinsatz der Bundeswehr eingeplant sind, tauschen sie jetzt ihre zivile Kleidung gegen die Uniform ein und werden innerhalb von drei Wochen in allgemeinen soldatischen Ausbildungsthemen ausgebildet.

Als Gastredner des Gelöbnisses durfte das VNAusbZBw den 1. Bürgermeister ihrer Patenstadt Karlstadt, Michael Hombach (CSU), begrüßen. Er stellte in seiner Rede den Bezug zum 1.9.1939 her, als mit dem Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg begann. "Heute, 81 Jahre nach dem Beginn des 2. Weltkrieges und dem Schrecken der Naziherrschaft über Deutschland, stehen Sie hier, um für die Werte und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland einzutreten und diese zu verteidigen!", sagte Bürgermeister Hombach.

Im Anschluss sprachen die angetretenen Soldaten dem Kommandeur des VN-Ausbildungszentrums, Oberst Werner Klaffus, die Gelöbnisformel nach. Anschließend stellt Oberst Klaffus fest, "dass die Soldaten und Soldatinnen bekannt haben, der Bundesrepublik Deutschland treu dienen, und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer verteidigen. Dafür wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute und viel Soldatenglück." Mit diesen Worten beendete Oberst Klaffus das feierliche Gelöbnis.

Die Soldaten schließen in den folgenden eineinhalb Wochen ihre militärische Erstausbildung in Hammelburg ab. Bis zu einem Einsatzbeginn werden sie noch weitere Lehrgänge im Rahmen ihrer Ausbildung unter anderem am VN-Ausbildungszentrum absolvieren.