Kids und Jugendliche sind seit dem 6. Oktober wieder gern gesehene Gäste im JUZ Hammelburg. Unter Einhaltung der Hygieneregeln - abgestimmt mit Stadt, Gesundheits- und Landratsamt - können sie auf rund 120 Quadratmetern wieder Billard, Kicker, alle Arten von Brettspielen spielen oder auch Zeit an den Spielekonsolen verbringen. Am Eröffnungstag sei der Besuch noch etwas lau gewesen, aber bereits am darauf folgenden Freitag hätten schon 25 Jugendliche das JUZ besucht, erzählt Sozialpädagogin Johanna Full, die zusammen mit Annalina Hofmann zum 1. September die Stadt-Jugendarbeit übernommen hat. Manche kämen annähernd an jedem geöffneten Tag und fühlten sich schon wieder wie im heimischen Wohnzimmer.

Geöffnet ist Mittwoch bis Freitag, jeweils von 13 bis 19 Uhr. Am Anfang habe man mit Aushängen an den Schulen und mit Plakaten die Wiedereröffnung publik gemacht, jetzt habe es sich schon rumgesprochen und seitdem sei ein guter Level an Gästen erreicht, so Full. Man versuche anzupassen und gehe auf die Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen ein. Während Erzieherin Annalina Hofmann hauptsächlich für die Betreuung des JUZ verantwortlich zeichnet, betätigt sich Full auch in den Stadtteilen. In Untererthal und Westheim seien die Voraussetzungen zum Öffnen der Jugendtreffs ebenfalls gegeben.

Jugendliche mit einbeziehen

Natürlich vertrage die eine oder andere Wand mal wieder einen Neuanstrich, aber man habe bewusst darauf verzichtet, um gegebenenfalls ein Projekt mit den Jugendlichen daraus zu machen, erläutern die beiden. Maximilian Ziegert steuerte auch gleich eine Idee zur Gestaltung bei, er möchte gerne Doodles an den Wänden sehen.

Hofmann konnte sich auch vorstellen, dass die Jugendlichen selbst einmal eine Veranstaltung planen und die Betreuerinnen nur unterstützend eingreifen. Es käme jetzt mehr und mehr auf die Wünsche der Jugendlichen an, welche Projekte künftig entstehen. Gleich zu Beginn habe sich herauskristallisiert, dass ein Ü14-Raum entstehen müsse, um eine Altersaufteilung zu gewährleisten.

Mit der Zeitumstellung dieses Wochenende - nach der es wieder eine Stunde früher dunkel wird - rechnen die Verantwortlichen mit einem noch größeren Zulauf. Die Gäste kämen mit dem Fahrrad oder dem E-Scooter oder blieben direkt nach der Schule hier. Der Rückweg erfolge für die "Auswärtigen" oft mit dem letzten Schulbus, ansonsten würden alle die Sperrzeit um 19 Uhr respektieren. "Außer eine Billard-Partie muss unbedingt zu Ende gebracht werden, dann drücken wir schon mal ein Auge zu", sagt Hofmann.

Halloweenparty steht an

Verkleidung ist erwünscht bei der Halloween-Party im Juz Hammelburg. Dies ist gleichzeitig die erste größere Veranstaltung seit Beginn der Pandemie. Die Party findet am Samstag 30. Oktober statt und ist gedacht für Zwölf- bis 21-Jährige. Schüler werden gebeten den Schülerausweis, Geimpfte ihren Impfnachweis, Genesene ihren Genesenennachweis und alle anderen einen negativen PCR-Test mitzubringen. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. "Jetzt schauen wir mal wie Halloween läuft. Veranstaltungstechnisch können wir sicher daraus lernen", meinen Johanna Full und Annalina Hofmann.

Aktuell liefen die Planungen für das kommende Jahr. Hier wolle man auch in den Ferien noch einmal über die Öffnungstage nachdenken. Auch Außentermine, wie eine Kanufahrt könne man sich vorstellen. Zudem laufen die Planungen für das Ferienprogramm. Das JUZ ist für alle aus Stadt und Stadtteilen da, auch könnten Kids und Jugendliche aus benachbarten Gemeinden vorbeischauen.