Sie sind am Nordkap, dem nördlichsten Punkt der Rallye angekommen: Die "Heavy Franken Rallye Buam", mit Markus Weidner, Martin Ulrich und Tobias Dömling drei Unterfranken, die sich zusammengetan haben, um an der Baltic Sea Circle Rallye 2018 teilzunehmen. Jetzt geht es weiter zurück in Richtung Hamburg, wo am 1. Juli der Zieleinlauf der Rallye ist.
"Das ist das Abenteuer unseres Lebens", sagt der Dittelbrunner Martin Ulrich, einer der drei. "Und dazu ist das noch die nördlichste Rallye der Welt, was kann mehr Abenteuer versprechen, sowas macht man nicht alle Tage!" sind sich alle drei sicher. Mit einem alten Jeep Cherokee 5,2 l V8, Baujahr 1995, sind sie 7500 km durch zehn Länder rund um die Baltische See unterwegs. Nach dem Start in Hamburg ging es über Kopenhagen, Stockholm und die Lofoten zum Nordkap. Etwas müde seien sie jetzt, nach 26 Stunden ununterbrochener Fahrt, die nötig waren, um rechtzeitig am Nordkap anzukommen. Nun sind die drei auf dem Weg zurück. Über das finnische Ivalo geht's nach Sankt Petersburg, über Tallin, Riga und Kaliningrad nach Hamburg. Und das - so eine der Auflagen - ohne GPS und Autobahn.
Eine echte Herausforderung, zumal einer der drei Helden, Markus Weidner, seit einem Arbeitsunfall 2011 querschnittsgelähmt ist. Doch die drei Jungs halten eisern zusammen, obwohl es besonderen Einsatz erfordert, gewisse Orte und Wertungspunkte mit einem Rollstuhl an Bord zu erreichen. Markus Weidner stammt aus Gauaschach und wohnt in Gollmuthhausen, sein Arbeitgeber Hanse Haus sowie sein Rollstuhlhersteller Proactiv sind wichtige Sponsoren, ohne deren Unterstützung er dieses Abenteuer nie hätte wagen können. Und ohne die Unterstützung seiner beiden Kameraden ebenso nicht.