Mehrfach würdigte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) in der jüngsten Sitzung des Stiftungsausschusses die "außerordentliche Leistung" der Mitarbeiter im Bürgerspital: "Die Mehrheit in der Bevölkerung und wir von der Verwaltung wissen, was hier geleistet wurde." Dem schlossen sich auch Stadträte an, etwa Dr. Reinhard Schaupp (SPD), der kurzfristig beim Testen von Bewohnern und Mitarbeitern geholfen hatte: "Das Personal hat alles dafür getan, den Betrieb aufrechtzuerhalten." Und es gab nicht nur Lob, sondern auch Geld für die Pflegekräfte.

Durch eine Sonderregelung für den Katastrophenfall konnten unter anderem 130 Euro im Monat steuerfrei an Verpflegungskosten ausgezahlt werden, berichtete Warmuth. Zudem erhalten laut Heimleiter Guido Gombarek 28 der 36 Mitarbeiter mit dem Juli-Gehalt die Pflege-Prämie, also bis zu 1000 Euro extra für Vollzeit-Beschäftigte. Die übrigen acht Mitarbeiter würden aktuell die Voraussetzungen noch nicht erfüllen. Zudem verwies der Bürgermeister auf private Spenden für das Personal.

Ärger über Anschuldigungen

Zu Beginn seines Rückblicks machte Gombarek vor allem seinem Ärger über aus seiner Sicht falsche Anschuldigungen im Internet Luft: "Ich kann Ihnen versichern, dass im Bürgerspital alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden", betonte er. Noch vor der Warnung durch die Heimaufsicht habe das Seniorenheim reagiert, und: "Sobald die erste Bewohnerin Symptome zeigte, wurden Kontakt-Sperren verhängt." Behauptungen, dass Mitarbeiter aus dem Ski-Urlaub kamen und andere infizierten, seien aus der Luft gegriffen. Nach seinen Unterlagen hätten bei allen infizierten Mitarbeitern mindestens vier Wochen zwischen dem letzten Urlaub und der Infektion gelegen.