Ein besonderes Erlebnis in freier Natur war das "Alphorn-Wandelkonzert" in Arnstein "In der Steig". Viele Besucher kamen, spazierten im Tal umher oder genossen die ruhigen Klänge des Trios "Alphornfreunde Sommerberg" bei perfektem Wetter und einem Picknick.

Die "Alphornfreunde Sommerberg", das sind Alexander Kneuer aus Arnstein, Tilman Faber aus Bad Bocklet und Martin Heid aus Fuchsstadt. Bereits zum zweiten Mal ließen sie vielen Besuchern das besondere, fast mystische Klangerlebnis vom Sommerberg zuteilwerden. "Das Alphorn strahlt nicht nur beim Zuhören Ruhe aus, auch beim Spielen ist dieses spürbar. Man muss sich unheimlich konzentrieren, um sich nicht in den Tönen zu vergreifen. Dadurch kann man wunderbar abschalten", verrät Tilman Faber.

An einer ehemaligen Weinbergshütte steht das Trio mit Blickrichtung ins Tal und die ruhigen, satten Naturtöne hallen sekundenlang im Tal wider. "Wenn es windstill ist, haben wir einen Widerhall von sechs Sekunden", beschreibt der Musiker das Klangerlebnis. Aber auch umgekehrt dürfen die Musiker den Applaus der Zuhörer, die sich unmittelbar am Sommerberg befinden hören, genauso wie den des Publikums im Tal - wenn auch nur gedämpft. Es war eine feierliche und wohltuende Atmosphäre bei strahlendem Sonnenschein.

Insgesamt eine Stunde dauerte das Konzert. 17 Vorträge gab es, die sich inhaltlich voneinander unterschieden. "Am Bärentritt" tapste hörbar ein Bär durch den Wald, während die "Die Zwerge" eher verschmitzt durch die Gegend wuselten. Beschwingt präsentierte sich die "Alphorn-Polka". Immer wieder gab es zwischen den Vorträgen Informationen über das Alphorn, wie beispielsweise zur Bauweise oder zu den verwendeten Holzarten.

Zum Abschluss ließen die "Alphornfreunde Sommerberg" mit "Wiit use luege" die Alphornfans mit langgezogenen Tönen ins weite Tal schauen, von dem es widerhallte. Ein Wiedersehen gibt es am 19. September um 10.30 Uhr in einem Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Sondheim in Arnstein.