In normalen Jahren laufen bei den Verantwortlichen des Dettelbacher Wallfahrtsverein in Ramsthal die Vorbereitungen für die jährliche nach Maria Himmelfahrt stattfindende Wallfahrt zur Kirche Maria im Sand in Dettelbach auf Hochtouren. Lange wurde diskutiert und die Entscheidung der Diözese abgewartet, ob die Wallfahrt unter Corona-Bedingungen stattfinden kann. Jetzt wurde die Entscheidung getroffen die Wallfahrt abzusagen.

Der Vorsitzende Hubert Simon meinte nach Bekanntgabe der Absage: "Ich finde es schade, dass die Diözese die Wallfahrt nicht zulässt." Er und sein Stellvertreter Michael Günder können die Enttäuschung über die Entscheidung nicht verbergen. Im Verein hatte man sich bereits mit einem Hygienekonzept befasst, welches den Anforderungen hinsichtlich der Pandemie gerecht werden sollte. Die Überlegungen gingen dahin eine "abgespeckte" Wallfahrt durchzuführen. Wie in jedem Jahr konnten sich die Wallfahrer der Unterstützung von Vereinen und Bürgern in Kützberg, Ettleben und Schwanfeld hinsichtlich Versorgung und Unterkunft wieder sicher sein. Auch Ramsthaler Firmen und die Musiker hatten wieder ihre Hilfe zugesagt. Auch wenn viele Teilnehmer Verständnis für die Entscheidung zeigen, so ist die Enttäuschung doch groß. Gerade der Anteil der jungen Wallfahrer war in den letzten Jahren deutlich gestiegen, wenn sich rund 100 Teilnehmer auf den Weg machten um ein Gelübde aus der Pestzeit zu erfüllen. Die Meditation und das Gemeinschaftserlebnis erreichten hier auch Menschen, die sonst der Kirche nicht stark verbunden waren.