Mit einer abwechslungsreichen Staudenmischbepflanzung wird die Baumaßnahme in der Erhardstraße diese Woche abgeschlossen. Die Planung der Begrünung wurde von Elisabeth Kehm im Referat Tiefbau erstellt. "Im Gegensatz zu den Wechselflorbeeten bleibt diese Pflanzung dauerhaft erhalten und bezaubert durch vielfältige Aspekte", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Bad Kissingen.

Die Pflanzung setzt sich aus verschiedenen Leit- und Begleitstauden sowie Bodendeckern zusammen. Es wurde eine Kombination aus 20 unterschiedlichen Arten zusammengestellt, wobei die gewählten Stauden, unter anderem Goldgabe, Färberhülse, Astern und Steppen-Salbei pflegeleicht und winterhart sind. Stauden sind krautige Pflanzen, die nicht verholzen und jedes Jahr neu austreiben.

Zwiebeln als Ergänzung

Durch die Vielfalt an Farben und Formen sind abwechslungsreiche Pflanzungen möglich. Ergänzt werden die Stauden durch Zwiebeln wie Krokusse, Wildtulpen und Traubenhyazinthen, die im Frühling ein neues Jahr ankündigen. Die Pflanzen sind trockenheitsverträglich und kommen mit heißen Sommertagen gut zurecht. Die Arbeiten wurden von den Gärtnern des Servicebetriebes ausgeführt.

Die Beetflächen werden mit einer Mulchschicht aus Kalksplitt versehen. Als Mulchstoff unterscheidet man organischen und mineralischen Mulch. Organisch sind Rindenmulch, Holzhäcksel oder Miscanthushäcksel. Diese zersetzen sich mit der Zeit und müssen regelmäßig aufgefrischt werden. Unter mineralischen Mulch fallen alle Gesteinsarten in verschiedenen Körnungsgrößen. Auf die Beete in der Erhardstraße wird Kalksplitt mit der Körnung 8 bis 16 mm aufgetragen. Die Mulchschichten halten Substrat und Wurzel feucht und kühl und reduzieren den unerwünschten Beikräuter. Gemulchte Beetflächen müssen dadurch weniger gewässert und gepflegt werden. Es sind drei bis vier Pflegegänge im Jahr ausreichend. Der Rückschnitt der Stauden erfolgt im Spätwinter, um den Insekten eine Rückzugsmöglichkeit für den Winter zu geben.

Harmonie mit dem Sandrasen

Die neuangelegte Pflanzung harmoniert mit der Ansaatfläche an der Kreuzung zum Ostring. Hier entstand im Juni ein Mager- und Sandrasen mit Blütenpflanzen. Diese Ansaat lief über das Projekt "Grüngitter" des Landratsamtes. So haben Bienen und andere Insekten genügend Futterpflanzen zur Auswahl.

Bei der richtigen Wahl von Pflanzen und Ansaaten orientiert sich die Stadt an Forschungsprojekten unter anderem der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim. Der Fokus liegt auf der Anpassung der Pflanzenauswahl an die sich verändernden Klimabedingungen und langlebiger sowie nachhaltiger Begrünung. Peter Borst, zuständig für das Stadtgrün, ist sich sicher: "Man kann jetzt schon gespannt sein, was uns im nächsten Jahr blüht."